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Astro-Labor

1. Quadrant: Stich des Erdpfeils

zodiak1"Sie können ein Buch schreiben
Über jeden Menschen, der je gelebt hat, 
Und immer noch nicht begreifen, 
Alles was das Leben geben kann. 
Jeder hat es - 
Niemand versteht es!" (Larry Brinkley).

Und weil ja der Uranus gerade wieder auf 0° Stier und in den Widder zur Ehrenrunde zurückläuft, tun nicht nur verrückte, kleine Gedichte gut, sondern auch eine kurze Erinnerung mit ein paar blitzartigen Einsichten am Rande. Uranus stellt ja alles in Frage und damit fangen wir jetzt auch an: Was an den ersten drei Zeichen des Tierkreises ist denn nun so gestrickt, dass ausgerechnet Widder, Stier und Zwillinge die ersten drei Zeichen des Tierkreises geworden sind? Das macht auch noch alles Sinn, wenn man es mit den wiederkehrenden Verläufenden des Lebens vergleicht. Gut, Astrologie ist letztlich eben eine Abbildung, keine Erfindung des Lebens.

Wenn jetzt wieder mal so ein Langsamläufer den Existenzquadranten des Zodiak durchstreift und in den Impulsen und Formenwelten (Widder/Stier) auf einmal alles wild durcheinander würfelt wir jetzt, kommt man auf Ideen, findet man andere Zugänge. Wieder und wieder geht es hier nämlich erst mal ums "nackte Überleben". Wie es selbst das instinktive Babyhirn erfährt, das (noch ohne Gefühl) agiert und reagiert. In Widder, Stier und Zwillinge wird analog gestrampelt, gerobbt und gekämpft, gegessen und getrunken, und Sachen werden be-griffen. Bevor man sie dann zum ersten Mal "Mama" nennt oder "Audo". Überhaupt beschreibt der Anfangsquadrant des Zodiak kurz und knapp alle nötigen Grundlagen, ohne die das Dasein einfach nicht in seine Entwicklung kommt. Vergleichbar ist das mit den ersten drei Häusern in jedem Radixbild. Man muss beim StartUp der Astrologie zunächst nur eins: Das Leben schaffen, erhalten, retten und durchdringen.

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Auch im persönlichen ersten Quadranten sehen wir wieder die absolut nötigen "Grundstoffe" der kleinen Welt, die uns jeweils ausmachen und die einfach nicht aus der Wahrnehmung hinauszukatapultieren sind. Sie SIND einfach. So sehr wir es uns auch wünschen würden, dass sie in den Unterwelten verschwänden. Denn wir leben, handeln, haben, wachsen, atmen und denken in ihrer Energie durch sie. Mit welchen Emotionen, darüber reden wir dann später (beim 4. Zeichen). Denn Gefühl wird erst Gefühl im Da-Sein, als Folge des ersten Viertels unserer Lebenstorte. 

Prinzip 1 bis 3 aber beschreibt von Widder über Stier nach Zwillinge (oder AC über Haus 2 nach Feld 3) immer und überall das, was den Kosmos, den wir erfahren, generell und persönlich ausmacht. Ob als Impuls (Er-Scheinung - hier wird es überall "Licht" im Nichts = Mars, etwas kommt in Bewegung), als Substanz (hier finden wir die beeinflussende und beeinflussbare feste Welt der Formen, zwischen Natur und Mensch = Venus) oder als Funktion (hier wird das Ganze erkannt, Bewusstsein = Merkur). Der erste Quadrant im Tierkreis und persönlichen Horoskop, unser Base Camp, von wo aus wir den Berg der Entfaltung nezwingen: Wie sieht das Überlebenspaket in diesem irdischen Universum eigentlich aus? Oder meins, das die ersten Häuser mit ihren Themen in meinem Radix beschreiben. Was passiert zuerst, schafft welche wirkliche Be-Dingung, bis ich eine Story darüber erfinde, was los ist, im Leben und um das Leben herum und dann anfange, die Bestandteile in Mustern wie ein Tool zum Überleben zu erkennen?  

"Atem, Hunger, Durst, Schlaf, Schutz, Freude und Fortpflanzung. Ohne die Erfüllung dieser Dinge wird die Menschheit aufhören zu existieren. Es sind die Instinkte. Alles, was der Mensch tut, dreht sich darum. Sie kontrollieren letzten Endes alles, was der Mensch je getan hat und noch tun wird, solange er lebt. Wenn du irgendwelche Zweifel (...) hast, versuche ein kleines Experiment: Weigere dich, 30 Tage lang zu atmen, zu essen, zu trinken oder zu schlafen. Bete zu deinem besonderen Konzept, um deine Krankheit und deinen Schmerz zu heilen, um deinen Körper während dieser 30 Tage zu schützen. Wenn du dann noch am Leben bist, ruf mich an! Wir müssen wirklich reden!" (Larry Brinkley, Die Legende der Perakee)

Die ersten drei Zeichen sind lebenswichtig. Das Leben selbst legt es so fest, denn sie spiegeln schon das ganze Sein mit seinen reflexhaften Notwendigkeiten. Energie kommt auf, bahnt sich eine Auswirkung in der Wirklichkeit der anfassbaren Welt (unser 2. Haus), und wird dann von uns Formwesen wiederum nach unseren Sichtweisen erklärt. Das ist alles, was wir zuerst im Rucksack haben als kleine Menschen. Das astrologische Karussell dreht los: Widder-Kraft (die Zündung) erschafft durch Stier und seine Stoffe (Material). Etwas, was Zwilling dann als Zug hin oder weg davon tauft: "Oh, sieh mal, das ist ja irre angenehm. Oder: Nee, wirklich nicht, wie schrecklich! Tu das weg! Oder: Das will ich, sofort. Denn: Damit könnten wir doch viel Geld machen, wenn wir noch etwas dran bastelten und es dann gegen ein paar Euros eintauschen würden!"

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Bis hierher geschieht Dasein, also alles, noch wie ein existenzieller Reflex. Hier sitzt sozusagen das Reptiliengehirn des Tierkreises, ohne dessen einfache Spontan-Vorgaben niemand überleben würde. Bewegung, Energie, durch die Formenwelten sich bilden, die dann wieder zu Kopfgeschichten werden. Damit haben wir die gesamte Grundausstattung des Lebens tellerfertig im ersten Viertel. Keine andere Art des Ausdrucks könnte ohne dieses Netz in die Welt kommen. Keine kleinen Beziehungsdramen, keine Regierungen, Online-Kurse, Frustrationen, Kanalanlagen, kein Vanilleeis, keine Fremdenfeindlichkeit, Liebe, kein Fitness-Studio oder Philosophie. Und selbst dieser Artikel nicht. Deshalb ist das Menschenleben mit seinen sich entfaltenden, immer feineren Schichten der Erkenntnis auch so kostbar.

Wie unter anderem Buddhisten sagen, die sonst ja so gern auf die Bedeutung des ausgerichteten Geistes hinweisen. Aber der besteht nur durch die Wichtigkeit des Körpers. Wir sind Körper. Wir haben sie nicht nur. Viele Traditionen haben seit Jahrtausenden erkannt, dass Leben von unten nach oben aufgebaut ist und Respekt verdient. Ohne Gehirnmasse keine Weisheit. Da die durch Erfahrung und Kontakt mit der Realität entstandene Bilder in uns nur durch einen chronischen Abgleich mit der Wirklichkeit in die Unmittelbarkeit des 1. Quadranten zurückführen. Wann ist der Drache wirklich einer? Dann, wenn eine Stimmung in der Luft mich an die Drachen meiner Kindheit erinnert? Oder steht da einfach nur ein Mensch, der mich anschreit und ein altes Echo in mir aufklingen lässt? Und ich renne?

Unsere instinktiven Bilder von Kampf und Rettung sitzen in Haus 1 und 2 oder in Widder und Stier. Angeglichen werden sie im Zwilling. Dann erst folgen die höheren Weihen der restlichen drei Quadranten, die aus dem ersten aufklappen. Vorher ist Leben einfach nur DA.

Zurück also zum Anfang. Kurz bevor es uns gab, die wir uns erkannten, war ja gar nicht das Wort. Das kam erst, als jemand sich Gott vorstellen und ihn als großartig be-denken konnte, also nach den Zwillingen. Vermutlich war es ein Visionär aus dem Schützen. Am Anfang war eine Bewegung in die Raum hinein. Eine Handlung. Widder. Eine Energie. Ein Licht, das anging über dem Dunkel. Wir denken: Hui, aber das muss doch jemand gemacht haben! So entstand in den Zwillingen das Märchen von einer schützehaften, riesigen Macht, die irgendwo vom herrlichen GZ aus die Welt steuert und welche die Zwillinge dann "Gott" nannten. Sie leben ja wie die Schützen von Geschichten. Wahr ist, dass wir alle nichts sind und zu allem werden, einem ganzen Leben im Leben. Wir werden aus Mars und Venus zum Merkur, dem denkenden Wesen. Dieser Schlag, der uns in Kontakt bringt, ist selbst im Urdunkel der Fruchtblase ja schon erlebbar, noch weit hinter dem AC. Und spiegelt sich später im Widder-Stier-Merkur-Kosmos, in den wir da immer so halb blind fallen. Das Dasein aus Überlebenstechniken, die der 1. Quadrant beschreibt. Wo Menschen mit starken Besetzungen selbstzentriert sind, denn sie MÜSSEN überleben. Es ist einfach ihr Thema, das ihr Sein verletzlich aussehen lässt. Darum sind sie so durchsetzungsorientiert.

"Der Moment, in dem das Baby seinen allerersten Lebensfunken erhält, heißt 'Pierce of the Earth Arrow' [Stich des Erdpfeils]. Es ist ein großer Schock, sowohl für das Baby als auch für die Mutter. Mütter kennen IMMER den genauen Zeitpunkt, an dem dieses Ereignis stattfindet und rufen oft: "Ich habe gerade den ersten Kick des Babys gespürt!" Aber das Baby ist immer noch zu klein, als dass es genug Fleisch und Knochen hätte, um eine Kräuselung zu erzeugen, die groß genug wäre, um von der Mutter gefühlt zu werden. Bis dahin ist dieSchwangerschaft für die Frau ein abstraktes Wissen. Aber von diesem Moment an besteht kein Zweifel mehr in der Vorstellung der Mutter, dass ihr Baby am Leben ist." (Larry Brinkley)

Am AC trifft sich 12. Haus mit dem 1. Feld. Hier geht das Unbewusste in die Stufen des möglichen Bewusstseins über, das auf seine Weise immer von der Umgebungswelt geprägt wird. Wir bekommen die Existenz, die zu unseren ersten drei Häusern passt. Das Kind fällt in die Durchsetzung. In Haus 1 oder Widder macht es auf sich aufmerksam. Dann erlebt es die Dinge. Dann findet es Worte dafür. Auch in der Genesis und dem Licht aus dem Dunkel der Bibel steckt später als Ahnung bereits etwas Ähnliches: Diese Welt wird "unsere". Wir erleben uns als Wirkende in einer Wirkung. Das ist der erste Quadrant. Wir spüren Lichter, Schatten, die geteilte Sonnen- oder Mond-Welt, die nur ein Mensch als solche erkennen würde. Der Himmel und Erde benennt. Alles war vorher Widder. Energie, Wirbel, Bewegung, richtungslos. Dann taucht in dem Licht ein Meer auf, ein Wald, ein Berg. Und zuletzt dieser Bewohner, der Mensch. Das ist die Schöpfung des Existenzquadranten. Mensch sitzt natürlich im Stier, eine Form in der Form, als erster Voraussetzung von allem Sozialen, in die dieser elektrische Ruck einst, im Urknall des Erwachens hineinfuhr. Aufstehen! Es wird hell!

Wort bannt Energien & Schwere

So gesehen reden wir bei den ersten drei Zeichen auch räumlich von der absoluten Bedingung und Begrenzung, durch eine Kraft geformt, die wieder Kraft erzeugt. Für alles, was wurde und werden soll: Energie, Materie, Gedanke. Oder: Licht, Lehm, Bewusstsein. Oder: Bewegung, ein Dach über dem Kopf, Essen & Trinken, Atem. Was man so braucht, um zu existieren in einer rauhen Welt. Durchsetzung, Stabilisierung, Ausdruck. Wie wir das tun. Kräftig, ausdauernd, flexibel. Das ist das Notfallpack des ersten Quadranten im Tierkreis. Damit bannen wir auch die namenlose Welt der Rätsel. Da ist Mars und sein Gegenstück Venus, die ein Drittes machen können, ein Kind. Da stehen wir in Blumen, Glitzersteinen, mit Tieren, mit denen wir spielen konnen. Dann fährt der Geist in Natur und Mensch. Wir finden Bewertungen. Ach, es sind hübsche und scheußliche Sachen, aus denen Hände irgendwann etwas formen, was man gegen etwas anderes eintauschen kann. Wenn einer wieder eine tolle Idee hat (Zwilling und seine Verwandten im 3. Haus, in tragender Rolle). So ist es und so bleibt es: Das Einfache wohnt in den ersten drei Zeichen, das Ursprüngliche, das Entstehen. Der Überlebenskampf. Die Existenzbedingung. Wie wir sie angehen. Was wir vorfinden. Was wir in Funktion setzen, weil wir es erkennen.

Voraussetzung für den späteren Luxus des Empfindens oder Regierens, Bedienens, der Liebe oder des Machtspiels, der vielen, vielen Visionen, Bestimmungen, Rebellionen oder Auflösungserscheinungen in den folgenden Zeichen und Häusern. Wie aus Werden Vergehen wird. Der Zodiak. Wenn der 1. Quadrant eine Art Urtinktur ist, an der wir in einem Horoskop (analog in den ersten drei Häusern) auch sehen, wie jemand in seiner Grundform gestrickt ist, sind die anderen drei Quadranten die Fraktale. In ihnen setzt sich fort, was die existenzielle Basis der Welt des Anfangs darstellt. Abstrahierungen, verfeinerte Auswirkungen, Vertiefungen, oft ohne Unmittelbarkeit und manchmal sogar virtuell, bis Fische den Kreislauf wieder schließt. Weil Neptun auflöst.

"Wenn ich im World Wide Web poste, kann ich nicht in die Augen derer schauen, mit denen ich rede. Es ist so, als würde man nachts mit einer Schrotflinte auf ein Geräusch schießen und hoffen, dass man etwas trifft. Es gibt keine Möglichkeit, die Absichten einer Person zu bestimmen, wenn sie für weitere Informationen eine E-Mail senden oder sich in ihrer Entwicklung befinden. Das kann in der Tat eine sinnlose Übung sein. Wir werden diesen Weg auf eine Art und Weise gehen, und wenn es nicht funktioniert, kann ich es immer löschen und in meiner Anonymität verschwinden." (Larry Brinkley) 

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Was wir dagegen oft für "das Eigentliche" im Leben halten, weil es uns derartig bestimmt (bewegt), dass wir den Sinn für alle "Simplify!"-Möglichkeiten wieder verlieren, steht auf einem anderen Blatt. Damit beginnt die nächste Runde. Wie fühlen wir uns denn heute so? Die Empfindungswelten gehören erst auf die zweite Stufe der Existenz. Ab Krebs. Ohne den 1. Quadranten, die Grundschule und das Fundament des Lebens, wird sich das Sein niemals entfalten wie ein wunderschöner Regenbogen. Widder, Stier, Zwillinge aus dem Dasein streichen?

Dann ist einfach NICHTS, das, was in die Fischen endlos und namenlos und sinnlos, aber poetisch die Auflösung aller Erstquadranten erzeugt. Denn Leben fängt nun mal absolut nicht beim Fühlen an. Gott sprach nicht: "Es werde Panik." Und schuf dann die Platzangst, Webinare oder Slow Cooking oder Existenzialismus. Woraus etwa eine Schlange hervorgekrochen wäre, die das Gute im Leben fraß. Sondern es fing viel, viel eindimensionaler an. Mit dem Hellen (Widder, der Funke), danach nahm "Gott" (oder das -Sein) die Dingwelt dran (das Feste und das Flüssige und den Menschen) und erst, als sie alle eine Weile gedankenlos herumgesessen und gegessen und getrunken und sich wohlgefällig gemustert hatten, erfolgte der Gang zum Baum der Erkenntnis.

Wer schüttelt den? Erst Venus, dann Merkur mit schnellem Erkennen: Wozu dient hier eigentlich was? Denn Venus hat Hunger. Und Venus gibt nach. Darum hat Stier ständig ein schlechtes Gewissen. Das war's dann auch mit der Herrlichkeit. Mit den Zwillingen kommt ja dieser erste Bruch. Oh je! Das war aber schön im Paradies. Nun sind wir leider vertrieben und müssen uns vermehren, damit wir mehr Leute zum Versorgen haben! Mit dem ganzen Gefühl darin entstehen zeitgleich auch die Kinder/Krebs. Und Mütter und Väter. Und Stammbäume. Und irgendwann alles, was die restlichen Quadranten in einem Horoskop anzeigen, die feinsten Verästelungen des sich auffächernden Lebens mit seinem Leid und seiner Freude. Ein Bilderbuch der Astrologie. 

Der Übergang zum 2. Quadranten ist die Tür in den kreativen Teil, wo sich alles ums Empfinden dreht und um das, was man mit dem Empfinden dann anstellt. Auch diese Schnittstelle sagt noch mal viel über Zeichen 1, 2 und 3, das Basislager des Tierkreises. Denn im 2. Quadraten zeigt sich ja schon am Startpunkt Krebs, dem Gefühlszeichen, ganz natürlich die Auswirkung des Existenz-Viertels. Emotionen sind nicht etwa selbst Kraft. Sondern etwas wie die momentanen "Ladestand-Anzeiger" der Energien, die durch uns als Menschen laufen. Dafür, dass überhaupt etwas an Gefühl entsteht, muss im 1. Quadranten die Ur-Substanz schon mal in der Welt sein. Ich bin. Ich habe. Ich denke. Wie finde ich das nun? So gesehen ist unser 4. Haus das natürliche Ergebnis der ersten drei Felder. Und Krebs kommt unterm Strich als Summe von Widder-Stier-Zwillinge heraus. Ein ganz normaler Ablauf, der x-te Schöpfungstag eben, in Wiederholung. Ob göttlich oder in jedem Lebensereignis. 

ven4Oder, wie es in der Perakee-Legende heißt, aus der ich oben schon zitiert habe (hier der Ursprung): Diese ganzen "Sachen" in uns können uns Menschen nach dem ersten Viertel nur so intensiv als Emotion durchströmen, weil wir die Existenzbewältigung erst mal hinter uns haben. Wenn ich noch um mein Leben renne oder kämpfe oder halb ohnmächtig vor Hunger bin, fühle ich nicht, sondern renne und kämpfe oder vegetiere nur noch. Trotzdem ist es so, dass sich die schwankenden Innenwelten echter anfühlen können als die Wirklichkeit im 1. Quadranten. Wut, Ärger, Eifersucht, Enttäuschung, Trauer oder Freude. So intensiv. So bodenlos.

Das, was in esologischen Zusammenhängen oft mit Energie verwechselt wird, ist jedoch selbst keine Kraft. Sondern in Gefühlen der Krebsphase zeigt sich bloß die Auswirkung der unmittelbar treibenden, schillernden Energie. Wie sie pur im 1. Quadranten (oder Widder, Stier, Zwillinge) das Leben noch ganz instinktiv bewegt, erzeugt, erhellt und schließlich mehr oder weniger versteht. Im 4. Zeichen geht es eher darum, ob und wie durch- und ankommt in unserem Bewusstsein, was alles unser Reptiliengehirn mit den Überlebensfunktionen ansaugt oder schiebt. Fließend oder störbar. Denn Denkmuster im weitesten Sinn erzeugen die "Qualität" der Gefühle. Denkt das Denken: "Hey, dieser Bettler da unter der Straßenlaterne erinnert mich an den Typen, der mir im Kindergarten immer die Beine weghaute, also gehe ich wohl besser und zwar schnell - tschüß!" nennt man das, was sofort erfolgt logisch: "Schlechtes Gefühl". Obwohl es vermutlich einfach eine Art Steinzeit-Angst ist. Denkt es aber: "Der sieht doch genau wie meine Opa aus! Gott, das tut mir leid, ich muss ihm dringend einen Fünfer geben!" ist gleich ein besserer Mensch mehr auf der Welt geboren. Energie aber ist etwas anderes. Widder. Deshalb macht uns auch heftige Bewegung oder Wut intuitiv am meisten Angst. Es könnten ja Schlacht und Tod folgen.

"Junge, diese Dinge sind keine Energien. Das sind Nebenprodukte der Emotionen. Wenn du wahre Energie fühlen willst, nimm eine Glühbirne raus und stecke deinen Finger in die Steckdose. Was? Du kommst in Kontakt mit wahrer Energie! All die Dinge, die du fühlst. Der Schock, der Schmerz, die Pisse in deiner Hose, vielleicht sogar der Tod, sind Nebenprodukte des Kontakts mit echter Energie! Wenn du vom Leben oder jemand anderem beherrscht wirst, FÜHLST du Wut, Frustration und Groll, aber das sind Nebenprodukte dieser Herrschaft! In der Schlacht gibt es kein Gefühl, nur das Streben, am Leben zu bleiben, zu töten oder getötet zu werden. Du bist nicht wütend auf den Mann, der versucht hat, dich zu töten. Du versuchst nicht, den anderen Typen zu töten, weil du wütend auf ihn bist. Wenn etwas oder jemand in deinen Drive eingreift, fühlst du vielleich Ärger, Frustration und Eifersucht, aber das ist NICHT die Energie selbst! "

Nehmen wir das alles mal ernst, zeigt sich schon im ersten Quadranten wunderbar simpel, wie fein der ganze Tierkreis Leben und seine Entwicklung von Stufe zu Stufe abbildet. In den ersten drei Zeichen als urtümlichen Phasen des Menschseins, wo man für Gefühle, ganze Theorien oder verzwickte Probleme, deren Antwort nur 42 lauten kann, gar keine Zeit hat. Da muss es zunächst gelebt werden, wegen des Weiterlebens. Darum können Widder-, Stier- oder Zwillinge-Betonungen (analog 1. Quadrantler, persönlich in ihrer Wirkweise) oft auch neutral bis gefühllos, aber ungeheuer impulsgetrieben wirken. Wo man mit Leben, Tod und Auseinandernehmen des Seins beschäftigt ist, damit auch alles funktioniert, geht Trieb vor Gefühl. Wie bei Babys eben. Nimmt man in unserem Horoskop als Spiegel dann die ersten drei Felder, entsteht ein persönliches Puzzle: Wie sieht für uns individuell denn der "erste Kosmos" des Getriebenseins thematisch aus? Womit überleben wir? Was sind unsere Reptilien-Themen, die sich immer zeigen werden, weil wir ihre Spielwiese sind? Alles danach ist und bleibt Kür, Schmuck, Ausarbeitung, Legierung, Entblätterung der Möglichkeiten. Dennoch schaut die Menschheit, die nun mal ein einziges, großes, milliardenarmiges Bewusseinswesen ist, vielfach auf den Ein-Druck dessen, was sie da erlebt = erdenkt. Es fehlt die Unmittelbarkeit, wo man über den ersten Quadraten auch in der Zivilisation etwas arrogant hinausgeht. Das ist dann ja nicht falsch, aber manchmal verwirrend und viel komplizierter als die Wirklichkeit darunter. Wir Astrologen sahen auch klasssich erst mal auf Sonne und Mond. In die Hell- und Dunkelwelten. Leider nicht ganz ohne, wie auch Larry Brinkleys Großvater, der Medizinmann, ihm als kleinem Jungen erzählte.

"Er sagte, die Lebenskraft sei genau wie die Sonne. Wir können nicht ohne die Sonne leben, aber sie ist zu mächtig, um sie direkt zu benutzen. Es muss geschwächt und in Komponenten eingebaut werden, die der Mensch nutzen kann, wie Wärme, Licht, Nahrung, Wasser und Sauerstoff. Ebenso muss die Lebenskraft abgeschwächt werden, um vom Menschen benutzt zu werden."

Das Ausgleichen der "reinen Sonne" und des sie bekämpfenden Mondes, Licht und Dunkel, Außen und Innen, passiert durch die einfachen Basisinhalte, die wir im ersten Viertel des Zodiak sehen, fühlen, durchleben. Bei dem, um was es uns immer als Unterlage geht. Nicht nur Energie folgt nämlich der Aufmerksamkeit (im Kreislauf der ersten drei Häuser). Sondern es folgt auch Aufmerksamkeit der Energie. Erst Mars, dann Merkur, dann - im Luxusbereich des Er-Lebens - die Sonne. Die Tagnatur, der Leitstern, das hellste Licht, Löwe, die 2. Phase im Emotional-Quadranten. Aber keiner kann es aushalten, wenn wir mitten ins Licht sehen. Ins eigene, oder noch schlimmer, ungeschützt, in den Glanz geraten, den ausgerechnet andere abstrahlen. Wir müssen dafür Sonnenbrillen aufsetzen. Weil sonst unsere Sicht verbrennt, die doch die Illusion unserer Einzigartigkeit am Leben erhält. Aber das ist eben nicht mehr unmittelbar, sondern eine Grauzone vom Ausgangbereich des ersten Viertels. Wir erreichen da die Zonen des "Nur-Gefühlten". Wieder eine andere Baustelle. Den 2. Quadranten!

Zitate aus Larry Brinkley: "The Legend of Perakee". Der Autor ist geboren am 18.2.1954, Wassermann mit Jungfraumond und Venus/Merkur in den Fischen. Ein Musiker und Nachfahre eines Medizinmannes der Caddo-Indianer, eines sogenannten "Perakee". Das sind in dieser Tradition Menschen mit Simianlinien in beiden Händen (sog. Affenfurche = durchgehende Schnittlinie der Handfläche).

Bilder (bearbeitet): Pixabay + Astroplus

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