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Astro-Labor

Wie junge Wilde vor Mauern

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Mehr Astro-Wetter im Juli:

Was für ein aufregender Endspurt für all die seltsamen Vögel, die uns begegnen und die freien und rebellischen inneren Kinder, die Uranus da gerade ständig weckt. Schon die letzten Tage fühlten sich ja manchmal durch beginnende Kardinalspannungen an wie merkwürdige Spielchen, Dramen oder Ritte auf der großen Welle.

Alles chaotischer als sonst und überraschend intensiv, wie Krebs-Besetzung es mitbringt, zumal, wenn Mars einen leicht aggressiv stimmt. Aktuell ändert sich das nur, wenn man bewusst mit den Bedüfnissen der Zeit schwingt, statt wieder nur hohlen Protest irgendwo verpuffen zu lassen und sich dabei zu erschöpfen. Wer meint, Dinge müssten jetzt unbedingt doch noch schnell mal durchgedrückt werden, geht dem zerrenden Boss Uranus auf den Leim. Der hat zwar zur Zeit in den Tat-Archetypen von Mars und Sonne hitzige Verbündete, und ja, vieles steht zur Veränderung an. Aber kommt man erst mal ergebnisoffen und neugierig in Fluss (trotz Befremden im ersten Moment = Uranus), beruhigt sich das seelische Klima viel schneller. Was das Nervenkostüm schützt und die Beziehungspartner auch. 

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Freiheitshunger und Sehnsucht nach Erlösung bleiben Themen bei Besetzungen zwischen 25 und 30° aller Zeichen. Diese Grade stehen ja im 12er-System unter starkem uranischem und neptunischem Siegel, was sie reagibel und hoch empfindsam macht. Auch im eigenen Horoskop. Selbst bei Steinbock-Mond oder Mars auf 28° zum Beispiel spürt man sehr klar die feine neptunische Strömung im Wesen. 

Wenn aber aktuell nun gleich mehrere Aktions-Freunde (Krebs-Mars mit Sonne und Widder-Mond mit Uranus) in diese uranischen (25 - 27,5°) und neptunischen Zonen (27,5 - 30°) eintauchen, entsteht Unruhe und Frust an allen Ecken, falls nicht sofort etwas passiert. Aber Quadrate können nicht einfach gepflegt kreativ lösen, sondern explodieren oft genau da, wo sie merken: Ich komme hier mit etwas nicht weiter, weil ich nicht klar sehen kann, was mich behindert. Hat man dann keinen Plan B, wird man gern auch vom Leben außen korrigiert und in konstruktivere Richtungen geschoben, die sich zuerst negativ anfühlen können, weil sie fremd sind. Alles besser, als in die Zerrpartien hineinzurennen, die schwierige Uranus-Aspekte so riskant machen.

Noch wirkt die Welt gerade etwas blinder als sonst, bis Feuer-Luft die Linse wieder schärft. Venus-Neptun, auch im Quadrat, erhöht bis morgen Nachmittag den Illusionsfaktor. Weshalb man nur zu gern in Beziehungen feststellt, was fehlt (das, was früher so traumhaft schön war). Sich daran zu erinnern, dass losgelassene Uranus-Quadrate die besten Scherben-Produzenten der Welt sind (und wieselflink ihre Meinung ändern können), bringt einen vielleicht dazu, den Ball flach zu halten. Auch wenn das ganze uranisch besetzte Wasser-Feuer-Team da oben Taten sehen will. Bitte nicht, es reicht, wenn politisch wieder gekeult wird. Denn es sitzt ja gerade auch noch Steinbock-Pluto 90° vom Mars-Uranus-Grad 17,5 Widder entfernt. Heftiger Druck, der da überall unerledigte Angelegenheiten aufstört. Man will mit dieser Färbung unbedingt verändern, spürt aber, dass im Zodiak zwischen radikalem Wunsch und klarer Tat (Wassermann und Widder) nicht umsonst der stille Raum der Fische liegt. Wo alles wie in einem Zeitloch verwaschen wirkt und der uranische Elan blockiert wird, während Mars noch nicht handeln kann. Was wunderbar eingerichtet ist, um vor unbedacht gefährlichen Sprüngen aus den Höhen gedankenlosen Bungee-Jumpings abzuhalten. Zeit muss ja erst reif werden für effektive Schnitte. Zwischen Mars un Uranus braucht es immer Neptun. Aber dieses ganze Warten treibt unruhige, kardinale Seelen jetzt leicht in nervöse Verzweiflung. 

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Wenn die Quadrate einem einreden, es wäre doch vielleicht ganz schön, sich wie ein junger Wilder den Kopf an Mauern einzurennen, ist es übrigens gut, bewusst vor jedem Satz bis 100 zu zählen und alles in Zeitlupe zu tun, solang die uranische Berührung dauert. Spannung soll und wird sich auf- und wieder abbauen, kein Problem. An Spannung stirbt man auch nicht, sondern verunfallt höchstens dann, wenn man als Reaktion Gas gibt, ohne nachzudenken. Dienstag vor der Morgen-Dämmerung hat das Mars-Uranus-Quadrat (links) übrigens seinen Höhepunkt. Wobei man den inliegenden Verwirklichungs-Zwang gut in der Radix-Betonung von 2-8 sieht.

Das ist riskant, weil so oder so tiefgehend wandelnd, wenn man nicht die Folgens einer Kurzschluss-Aktion überdenkt. Es soll ja durchaus irgendwann etwas passieren. Aber im Quadrat ist der ganze Druck nicht förderlich. Insgesamt hört sich das als Zeitqualität unangenehm an. Aber wird schmerzhaft wirklich nur dann, wenn man im typischen Mars-Uranus-Gigantismus Sachen übers Knie bricht und sich in den Tagen danach wundert, was einen da eigentlich geritten hat. Unter all dem Aktivismus liegen ja sinnvolle Fragen:

Was steht eigentlich noch an unerledigten Veränderungen bei mir an? Was habe ich verschoben, vergessen, weggedrückt? An Notwendigkeiten einfach in die Keller der Frustration und Bequemlichkeit abgeschoben? Es muss etwas geben, da mir Mars-Uranus jetzt so heftig Druck macht, endlich an die Sache heranzugehen. Mein Tipp: Aktuell sind es oft ungelöste Beziehungs-Probleme (auch verwandschaftlich), die aufkochen. Situationen, die man nicht isolieren kann, weil sie fast immer in sehr alten, manchmal traumatischen familiären Angewohnheiten wurzeln und darum nicht allein mit dem Du zu lösen sind. Da wären jetzt Bestandsaufnahmen des inneren Klimas gut, der Lieblings-Konflikte und auch Pläne (Saturn in 6) plus ein bisschen schöner Vision (Schütze). Dafür kann man sich die nächsten Tage Zeit nehmen und so bewusst dem Druck entgegenarbeiten. Das freut dann auch den Puffer namens Neptun, dem so seine konfusionierenden Walle-Walle-Interventionen abgenommen werden.

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Das macht die Astrologie ja so hilfreich: Man kann schnell und sauber finden, was gerade dran ist. Hier also die weiteren Tendenzen im Juli (rechts die Liste - zum Vergrößern klicken): Nach Neptun-Venus morgen fühlt sich alles vermutlich wieder etwas realistischer an. Bis dahin kann es sein, dass wir "spooky" Phänomene erleben, die sich allerdings schlecht einordnen lassen. Darin liegt oft eine Botschaft, wie in einem luziden Traum. Mars-Uranus wird dann Dienstag von Mars-Chiron und Venus-Jupiter flankiert, was gerade in Partnerschaften durch Mitgefühl und den Versuch, mental wieder mal ein paar Schritte in den Schuhen des anderen zu tun, den Druck ableitet. Als schnelle Lösung, bevor wir die größeren Strategien anschauen und angehen. 

Am Mittwoch stabilisiert Merkur-Saturn-Trigon optional diese ganze wabernde Ursuppe der kardinalen Bewegung vom Wochenende. Was auch den anstehenden "Talent-Mars" im Übergang zum Löwen begleitet, der ab Donnerstag wieder immense Kraft und Brillianz in alle kreativen Projekte bringen könnte. Das ist übrigens dann auch viel besser, als auf jeden Ärger aufzuspringen, der sich nun anbietet, weil man uns in punkto Anerkennung übersieht (klassischer Nachteil bei Feuermars). Powere dich lieber künstlerisch oder in Bewegung aus, wenn der Zorn sich meldet. Das bringt jetzt unerwartet manchmal tolle Ergebnisse. 

Am selben Tag noch leitet Venus-Lilith Opposition (meist weiblicherseits, wo konkurrente Unzufriedenheit blüht) die letzte empfindliche Sollbruchstelle der Sonne im Wasser ein: Das Sonne-Uranus-Quadrat, das ja dem Mars logisch nachläuft und auch die Themen von diesem Wochenende deshalb noch mal sehr lebendig aufrollen kann. Noch mal die Empfehlung, wirklich bitte langsamer zu machen. Sonst entstehen wie vorher Unfalltendenzen, besonders in Wasser- und Feuer-Bereichen. Der "Trick", um solche Konstellationen abzupuffern, die sich aufeinander beziehen, ist ja:

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Opfere unbedingt den beteiligten Faktoren (Sonne-Mars-Uranus) willentlich und entschieden etwas, was du sonst im Sumpf der Gewohnheiten vergessen hast. Ziehe etwa gezielt und auch gegen deinen ersten emotionalen Reflex (Krebs) zunächst eine kleinere Veränderung in deinem Wiederholungs-Thema selbst ein. Auch wenn alles ruft: Oh nein, nicht wieder ich! Der da soll sich doch ändern. Wandel ist im Uranischen immer nötig, wenn wir Bezüge dazu im Chart haben. Da kann man sicher sein. Wo wir die Veränderung einleiten - und zwar mit Verstand - muss einen kein Schicksal dahin bringen. Worum es speziell geht, wird in den beteiligten Häusern im Radix für jeden sichtbar. Oft reicht in diesen Tagen ein Plan im Sinne eines Commitments schon als erster Schritt zum Wechsel und Uranus atmet auf.

Sonne-Chiron-Trigon am selben Tag wie Sonne-Uranus zeigt die guten Erfolgsaussichten jeder heilsamen Änderung auf bisher ausgetretenen Pfaden. Merkur-Nordknoten belegt, wie bedeutsam bewusste Entscheidungen "dafür oder dagegen" werden. Am Freitag läuft Sonne dem Mars nach und in ihr Zeichen Löwe über. Der innere Krieger verbindet sich mit den Zielen des Wesentlichen in uns allen. Das, was einen ausmacht, kommt damit auf dem Gebiet des Hauses, das Löwe individuell besetzt, stark zum Tragen. Und weil das über das starke Feuer-Element (mit anfachender Luft des Waage-Jupiter) die Wunschnatur in allen Menschen plötzlich so ausdehnt, folgt am 24., dem Montag darauf, Venus-Saturn wie gerufen. Wer sich jetzt abgelehnt fühlt, darf das als Signal verstehen: Ich habe irgendwo übertrieben und mein Alltag gleicht das jetzt sozusagen für mich aus.

Das betrifft vor allem die im Radix veränderlich Betonten, die während der letzten Monate eventuell übers Ziel hinausgeschossen sind (bei Neptun und Saturns Transiten) und äußere Korrektive brauchen - ohne es zu merken. Keine Konstellation ist ja an sich destruktiv - es sei denn, wir übersähen das, was sie an Ausgleich ins Leben trägt, weil wir es nicht selbst hineintragen. Ob es sich nun um die Uranus-Schärfen und Proteste handelt, die bewegen, was zu starr wurde. Oder um venusisch-saturnische Blockaden, die eindämmen, was zu weit entbrennt. Alles macht in der Astrologie Sinn. Und weil das so ist und im Gewebe von Raum und Zeit das Sicherste die Veränderung bleibt, kommt zum Monatsende auch noch das ungebremst Süße in Form von Venus herein. In den Krebs wandert sie weg von der Bitternis der absolvierten Herausforderungen, die man leider nicht immer gleich lieben kann. Obwohl man einsieht, dass sonst das Leben bloß ein Denkmal aus Stein wäre.

Wasser-Venus bringt dann ja meist eine ganz erfrischende, neue Ahnung in den Alltag mit. Dass wir nämlich nicht umsonst mit anderen auf der Welt sind oder etwas darum, um uns herumzustreiten. Man kann sich aneinander reiben und dabei entweder Ärger oder Wärme erzeugen. Je nachdem, in welche Richtung man will. Im Krebs nimmt Venus oft den Weg des Schutzes, Aufgehobenseins, der Nähe und positiver, teilbarer Gefühle. Hallo, liebe Liebenden - jetzt kommt eure Zeit. Es lohnt sich, jetzt schon zu überlegen, ob es nicht schöner ist, euch selbst zu mögen als euch nicht zu mögen. Und die, die neben euch gehen auch. Was dann bald ganz leicht wird, fast schwerelos. Wie sich im Traum unter Wasser an den Händen zu halten und zu küssen. Meint wenigstens Krebs-Venus. Vieles ist besser, als es aussieht. Nicht mehr lange, dann ist sie Königin. 

Bild (bearbeitet): Danke, Pixabay!

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Freitag, 26. April 2019

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