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Carrie Fisher: Wo Traum zu Trauma wird

 "Nichts bindet dich, außer deinen Gedanken!" (Marianne Williamson, Krebs mit Zwillinge-AC)

Wirklichkeit muss erdacht werden und vor allem fesselt uns das, was wir uns wie ein Mantra ständig vorsagen, danach auch noch emotional an die Vergangenheit unserer Beziehungen. Gerade, wenn man wie Carrie Fisher und Debbie Reynolds zusammen starke Wasser-Anteile hat, die durch verdrängten Denkdruck aus den Zeichen davor kaum von der Brille wussten, die sie sich emotional da aufsetzten. Gedanken verursachen Gefühl - Luft  kommt astrologisch vor Wasser. Und daraus ergeben sich, wenn das unbewusst bleibt, manchmal Konditionierungen über Generationen. Wie bei der Tragödie um diese Mutter und ihre Tochter, wo die Konflikte aus Denken und Empfinden durchaus familiär weitergegeben wurden. Es war einmal ein Kind, das einsam seine Mama auf der Bühne beobachtete (links Carrie Fisher in der Kulisse ihrer Mutter). Ein kleines Sonne-Neptun-Mädchen, das damit später die magische Prinzessin Leia aus Star Wars so fabelhaft verkörperte.

In ihrem Aspekt steckt zunächst ja nur der Sog der Sehnsucht nach Überirdischem, wo Sucht irgendwann tröstet, falls "nichts funktioniert". Aber auch das Talent, ein sehr lichtes, bezauberndes Projektionsfeld zu sein. Man leuchtete jedoch auch zusammen. Der Vater spielt quasi keine Rolle und auch der Bruder ist kein sichtbarer Teil des ambivalenten Kokons dieser Einheit, samt allen Belastungen der Konflikte. Und nun der Tod. Mutter und Tochter sterben plötzlich, nur einen Tag nacheinander, während Transite ihr Combin schwer belasten. Aber was manche sofort "Schicksalsfluch" nennen, lässt sich rein technisch zunächst auf Knotenpunkte astrologischer Auslösungen herunterbrechen, die Fisher und Reynolds gemeinsam hatten.

Dennoch weht es einen seltsam an, angesichts dessen, wie sie zusammen waren. Vieles parallel, beide mussten sich lange öffentlich über die andere definieren: Carrie ewige Tochter des 50er Jahre Stars und später umgekehrt Debbie als ewige Mutter des Mythos "Prinzessin Leia". Den klassischen, kaum zu toppenden Liebes-Aspekt Sonne-Venus hatten sie im Combin im Krebs, was stärkste Zuneigung zeigen kann. Aktuell war die Konjunktion allerdings stark angeschlagen durch Trennungs-Tendenzen vom Uranus-Quadrat und der Pluto-Opposition. Manchmal trennt einen dann etwas anderes als ein kühler Beschluss.

Übrig bleibt eine Idee der heftigen Beziehung mit Sonne-Venus und Pluto in 2, wie hermetisch, ohne Zutritt für Außenstehende, obwohl alles öffentlich wurde, sogar mit einem Film über sie, wie sie zusammen waren. Bei Neptun im Spiel ist dahinter ja immer viel anders. Im Combin findet man ein Saturn-Neptun-Quadrat von 1 nach 4, weshalb man bei der mundanen Wiederholung jetzt sofort hellhörig wird. Es belegt ja in einer Beziehung auch eine Verführung zur Auslöschung von Wirklichkeiten - zugunsten der Fantasie, des Ungreifbaren, oder: Eine anders begrenzende Realität, die der Welt aber als stabil präsentiert wird, hinter der bloß wie unendlich breite Nebelbanken viel schwierigere Szenarien liegen. 

Fisher und Reynolds, beide mit starker Lilith belastet und gesegnet (sie kann für große Wahrheit sorgen wie für viel Gift), hatten, das wusste man, zuammen größte Nähe und größte Ferne, das ganze Emotions-Spektrum bis hin zu großer Enttäuschung voneinander, gemeinsame Träume, Verlust, Sorge mit- und umeinander. Die gegenseitige Faszination und Fesselung eben, wie sie Pluto-Bindungen (hier mit allerlei harten Wechselwirkungen) machen, war immer für beide hoch kompliziert und erschöpfend. Vor allem für dieses Waage-Kind mit dem großen Lufthunger und zarten Sehnen nach jener Wärme, die einen nicht gleich in die nächste Tiefe zerrt. Aber wenn Neptun zwar auf einer Luft-Sonne, aber schon auf 0° Skorpion sitzt und Mutti ein Mehrfach-Widder ist, wird Traum leicht zum Trauma. Vor allem, wenn sie dazu als Schauspielerin noch um ihr Sein kämpfen muss, da sie selbst ein großes Selbst hat und ist und gar nicht daran denkt, den Job zugunsten der Kids einzuschränken. Was sehr positiv sein kann, auch für eine Tochter, wenn es denn der mütterlichen Zufriedenheit dient. Aber Debbie Reynolds war eher nicht mit ihrer Karriere zufrieden. Tochter (und später Sohn) und das Gezerre der Mutterschaft in jener Zeit waren nach dem Versuch, berühmt zu bleiben, ihre größten "Aufgaben", im Sinne einer problematischen Challenge.

Carrie Fishers Süchte, ihre Melancholie und Paranoia (aus einer bipolaren Störung) hat sie dann selbst irgendwann ihrem Leben mit vielen solcher frühen Klippen in eine emotionale Verbindung gebracht und öffentlich gemacht. Und damit letztlich auch ihren "ungelösten" Neptun gehoben, auf Sonne (der ihr auch chronische die anderen Konkurrenzen mitbrachte, denen sie sich nicht immer gewachsen fühlte). Das Dogma der Neptunier (Halte geheim!), das aufgebrochen werden musste, knackte sie - damit sie sich als eigener Mensch, erwachsene Frau, getrennte Persönlichkeit dann doch noch feiern konnte. Ein Zeichen ihrer unglaublichen Entwicklung heraus aus Prinzessin Leias Perfektion und den Denkfesseln der Mutter, die ihr den Pluto ins Quadrat zum Merkur setzte. Was interessant war: Selbst ihr Filmname drückte dabei das dauernde Zusammenreißen aus, das Steinbock-AC lernte in der Begegnung mit Mutter Wunsch nach Widerspruchslosigkeit. Leia, das heisst "gesetzestreu".

Was als Mix mit der Macht selten gut geht, wo das Kind nicht die Konzepte der plutonisch getriebenen Eltern bedingungslos akzeptiert. Möge die Macht mit den Kleineren und Schwächeren sein, denkt man spontan. Aber Debbie Reynolds Widder-Cluster im Quadrat zum Krebs-Pluto führte wohl eher zwischen den beiden starken Persönlichkeiten irgendwann dazu, dass eine von beiden (vermutlich Carrie), den Kopf senken musste und die Vorstellungen des Mütterlichen schlucken. Denn Pluto auf dem Boden des Mutter-Zeichens führte überhaupt bei vielen dieser Generation dazu, dass die Eltern eine Panik vor der seelischen Erreichbarkeit durch ihre Kinder entwickelten und deren Gefühle lieber zu kontrollieren versuchten.

Diese magische Rolle nun, Leia, irgendwo anders, beschützt von fremden Prinzen, wurde einer der schauspielerischen Mythen, über den man auch als Carrie Fisher da nie hinweg kommt, wo man selbst so strange, verloren, neptunisch ist. Sie verbinden sich oft mit dem, was einen mit ihnen verbindet und werden so ein Teil des Seins. Carrie-Leia, gerade 20, war wohl auch als Zauberwesen, was nichts forderte, ein Symbol der von der Mutter liebbaren Teile geworden, auch durch das Verschwinden des Begreifbaren, das für Neptun typisch ist. Die Figur hatte ja viel von Carrie: Eine schwer festzumachende Flüchtigkeit, Ausstrahlung zwischen absoluter Reinheit, Unantastbarkeit, völliger Offenheit und Durchdringung, wie sie für Fisches Besetzungen oder die Kontakte mit ihrem Herrn oder dessen Haus so typisch sind. Dazu eine jungfräuliche Sprödigkeit, wie sie auch im Radix mit Venus-Jupiter vorlag, der Größe im Kleinen.

So war Leia, zu der Carrie wurde, vermutlich ganz praktisch für Debbie Reynolds. Was es nicht wirklich gibt, das strengt auch nicht mehr so an, wie eine echte, fordernde Tochter zu haben. All die leeren, unheimlich zerbrechlichen, hohlen Stellen in Carries Leben, die durch die mütterliche Schnelligkeit noch mehr schmerzten, brauchten fortan im Leben immer mehr Schutz. Wie das oft ist mit den tarnenden "Ausgeburten", die Neptun wie eine Larve vor Verbindungen mit persönlichen Planeten seiner Träger setzen kann. Sie benötigen unbedingt ein gut "funktionierendes" Venus- oder Saturn-Prinzip, sonst nimmt einen das Transpersonale leicht mit in seinen allgemeinen Opferungs-Kosmos. Dann wird aus Wahrhaftigkeit, das seine Verletztheiten ins Leben bringen müsste, Talmi.  Ausgerechnet.

Haus 4 und das Private

Auch, weil man neptunische Zugänge unglücklicherweise hiesig, irdisch eigentlich außer in der Kunst oder religiösen Momenten nie so leben kann, wie sie gelebt werden müssten: Namenlos, jenseits von jeder Dimension, ohne Zeiten und ohne Kompromiss. Sonst geht man in ihnen verlore n oder spürt ständig, dass "etwas fehlt". Neptun benötigt deshalb als wichtiger Radix-Faktor die bestmögliche, würdigste Annäherung an sein Geheimnis und seine Verdrängungen, was aber wahnsinnigen Mut zur Transzendenz und "Schwäche" bedarf (wie Welt sie versteht). Man muss sich gegen den Nützlichkeits-Wahn vieler Leitbilder stellen können. Das gelang Fisher lange nicht. Sie, mit ihrem Stiermond in 4, brauchte neben der neptunischen Überfrachtung der Sonne (die ja auch vom abwesenden Vater erzählt, der hätte Sicherheit geben müssen) unglaublich viel Wärme und Aufgehoben-Sein in der Kindheit. Das kann diese wilde, kreative, hungrige Mutter als Schauspielerin allein kaum leisten. Auch wenn sie nach besten Gewissen und ihren Feuer-Luft-Lagerungen das Yang spielt, das in Wirklichkeit abgängig ist für die Kids. Dann kommt bei denen manchmal entweder die Depression oder die sehnsüchtige Suche, die in Drogen oder Alkohol enden kann. Aber ohne noch weitere Entgrenzungen im Radix verfällt man nur bei Sonne-Neptun den Stoffen andererseits so leicht nicht. Was also war es dann? Schütze-Neptun, als Carrie berühmt wird, macht ein Quadrat zu Venus-Jupiter - da sind schlechte Erfahrungen auf dem Boden vieler Illusionen programmiert.

Dazu kommt eben noch direkt Ererbtes. Carrie Fisher lernt, wie viele Töchter den Mars, ihren Antrieb, so zu leben, wie die Mutter es vormacht. Hier diffus, voller Unklarheiten, immer mit irgendeinem Trick in der Hinterhand. Anders scheint man unterzugehen. Beide (links, Daten via Astro-Databank, beide Rodden Rating AA) hatten sie ja diese kompromittierende Sprung-Bereitsschaft, mitten hinein ins Ausloten der "großen" Gefühls-Erfahrung, beider Mars-Stellung befindet sich in den Fischen. Da angeln Initiative und Impuls ständig nach der letzten Wahrheit, die man hier auf Erden aber leider als Neptunier nicht so billig bekommt, wie es sich Mars wünscht.

Obwohl er als kosmisches Kleinkind einfach "darum kämpfen" zu müssen glaubt. Das endet dann, wenn man kein Vorbild hat, das konstruktiver damit umgeht, in allen möglichen Formen suchttypischer Selbst-Verletzungen. Von der Erstarrung in Durchsetzungs-Schwäche bis hin zu agitierter Depression. Der Mutter fehlt dazu letztlich selbst die Kontrolle über gute, sinnvolle Ausdrucksformen. Wer dann nicht ohne Seitenwege beschließt, auf keinen Fall weiter Trost in Substanzen zu suchen, der findet ihn letztlich doch immer neu wie eine Verlockung an jeder Straßenecke. Neptun verzeiht aber leider nicht, wenn einmal die Weichen so gestellt werden und das unfassbar Ewige aus seinen Anlagen, das einen in seelischen Hunger zieht, nicht auch als heilig behandelt wird. In Kunst oder Devotion. 

Dann kann er einen in wirklich kleine und schmutzige Settings werfen, diametral entgegengesetzt zu all den lyrischen Vorstellungen, die man von der Schönheit des Fische-Herrn als Himmel auf Erden entwickelt. Diese Idee crasht dann, immer wieder, bis man die Botschaft begreift. Carries viele Süchte hat sie danach selbstkritisch geoutet und auch erkannt, was sie da mit ihrer Ehe mit Paul Simon, der anderen Hälfte von Simon & Garfunkel wiederholt, mit dem sie wieder eine Tochter hat, bevor sie sich nach kürzester Zeit scheiden lassen.

Als 20jährige schon überfordert mit all den Hollywood Vorbildern (auch Daddy Eddie Fisher ist ja Entertainer), musste sie sich viel später, beim Star Wars Revival, dann mit den Folgen von Konsum und ihrem anderen problematischen Lebenswandel auseinandersetzen. Die Wucht des Rückstoßes aus der Jungfrau-Fische Achse traf sie ins Mark, als Uranus-Pluto über ihren Waage-Merkur liefen und shitstormähnliche Zustände abregneten, in deren Mittelpunkt ihr "schlechtes Altern" stand. Hieß: Den dummen Fans war sie nicht operiert genug. Das tut weh, aber macht auch stark.

Fisher ging nun konsequent als Steinbock AC einen anderen Weg, in die Offensive: Sie konfrontierte ihre Gegner mit der starken Frau, die sie war. Ihre Bücher werfen alle Kulissen um, die es noch gibt. Sie heißen Schockaholic, Wishful Drinking oder "Vom Erwachen der Nacht: Mein Verrücktes Leben zwischen, Drogen, Depressionen und einem schwulen Ehemann". Das sagt nichts Neues über den Schmerz, den sie mit ihren Wasser-Konflikten in einer Abwehr all dieser billigen Jugend-Ideale, die doch Leia erst möglich machten, mit 0-Skorpion-Neptun und Fische-Mars erlebt haben muss. Hier findet sich jemand selbst, der nichts mehr darauf gibt, welche Botox-Verweigerung man ihr ankreidet und wieso.

"Blow us!" schreibt sie in einem Tweet als Antwort auf Beschimpfungen von Leuten, denen ihre Bilder in Alltags-Kleidern nicht passen. Egal. Wie sie immer wieder in Interviews ohne jedenOpportunismus gegenüber Hollywoods sonstigen Schneide-, Aufblase- und Entfettungs-Gewohnheiten zum Besten gibt:

Schönheit und Jugend seien keine Leistung, die man selbst erbringt. "Sie sind das vorübergehende, glückliche Nebenprodukt von Zeit und DNA." (Spiegel)

Carrie Fisher ist eben auch eine Lilith, die sie vorn in 1 beim AC und Chiron hat, was auch die starke Auseinandersetzung mit der harten Öffentlichkeit im Jugendwahn erklärt. Auch Mutter Debbie Reynold war schon so, sie denkt wie eine Lilith (Merkur in Konjunktion), aber vermutlich in andere Richtungen. Denn ihre Lilith steht in Opposition zum Sonne-Neptun der Tochter, eine ältere Generation eben, die trotz Widder eher die Oberfläche hinnimmt, die solche netten Frauenrollen fordern. Der Wassermann-Lilith und Chiron der Tochter sind dagegen ohne Abstriche in die andere, radikale Freiheit unterwegs - auch in der Beziehung der beiden.

Im Combin (rechts) fällt auf, wie ambivalent angelegt das gemeinsame 4. Haus ist, der Familienbereich der beiden, wo genau dieser Chiron-Lilith-Aspekt wiederholt wird, allerdings mit Neptun. Eine geheime Rebellion oder besser: Flucht gegen all die Verletzungen, die der "weiße, gute Mond" als Frau in einem Leben so erleiden kann. Hier sogar im Quinkunx zum gemeinsamen Wassermann-Mond, eine Übereinstimmung zwischen Mutter und Tochter, nur nicht offen. Wo man auch zusammen kommen will und könnte, aber thematisch nicht kann, auch wenn der Strom der Liebe groß ist mit Venus-Sonne. Man kommt gar nicht erst richtig ins Trennende durch, deswegen. Was beide als Individuen wirklich neu anfangen und kreativ leben lassen würde.

Man ergeht sich stattdessen oft in Ritualen zusammen, da man sich als Gewohnheit gemeinsam noch zu sehr anpasst (Jungfrau in 4, das Dogma, sozial kompatibel und nützlich zu sein). Wo doch eigentlich Lilith und Chiron enthemmt auf den Knochen all der gefragten Film-Klischees und Frauen-Rezepte tanzen müssten. Auch wenn das bedeutete, die Beifallquoten extrem zu senken. Das schaffen die beiden, Carrie und Debbie, aber als Spiegelbilder miteinander nicht immer. Es trennt sie aber auch nur halb, wo Neptun alles immer wieder vernebelt und zuschüttet. Wo sie doch mit ihm gemeinsam viel stärker wären. 

Lange ist er über ihr MC gelaufen und auch hier beendet er danach einen Zyklus. Die Verwirrung darüber, was diese Beziehung eigentlich ist. Ein Kampf, eine Liebe? Beides. Für Carrie Fisher saß die Konstellation von Venus-Sonne bis Pluto im Combin mit der Mutter im Orbis ihres eigenen, zärtlichen und wärmehungrigen Krebs-DC, der ihre Beziehungs-Vorstellungen durch den Kontakt zu Debbie so sehr für später vorprägte. Auch wenn sie sich mit ihrer Waage-Besetzung überrollt wie vervollständigt von der feurigen Intensität fühlte und selbst in Sachen Bindung viel freier war. Für Debbie Reynolds berührte der unabweisbare Aspekt gegenseitiger Abhängigkeit ihr schwieriges, impulsives Merkur-Pluto-Quadrat von Widder nach Krebs. Sie konnte aufbrausend und sehr schnell denken und sofort danach handeln und sich darin auch auf Dinge fixieren, die der Tochter wie wilder, destruktiver Zwang vorgekommen sein müssen.

Nur nach außen also ein taffes Mutter-Tochter-Gespann (der Mond in 11 und Saturn als Verregler des Selbst-Bildes in 1), die wahren Revolutionen finden dann aber unter Umständen heftigst im Privaten statt. Immer wieder gedämpft bis narkotisiert im Konflikt, von stofflichen Tröstern dort, was der Neptun anzeigt. Hier hatte Carrie Fisher einfach kein konsequentes Vorbild, wie man sich selbst auch außerhalb der Norm und Film-Industrie "gut" leben kann. Sondern musste, wie viele saturnische Aszendenten, ganz allein ihren Weg und ihre Autonomie erarbeiten. Debbie Reynolds war mit ihren zornigen und eiligen 5 Faktoren im Widder (mit den beiden schwierigen Außenseitern Nessus und Lilith am Merkur!) einerseits zu selbstverliebt, aber andererseits ließ sie sich auch zu sehr von der Öffentlichkeit oder dem, was Harmonie versprach, verbrauchen.

Denn dieser ganze Cluster steht ja bei ihr in 7. Immer beeinflusst von Meinung und Angelegenheiten der anderen, ihrem Publikum, denen, deren Zuneigung sie so brauchte. Ihre eigene Herkunft war auch saturnisch geprägt, Steinbock-IC: Du musst dich zusammenreißen. Das gibt man dann leicht an die Tochter weiter. Drei gescheiterte Ehen, in der ersten betrogen mit Liz Taylor, von Carries Vater. Kein Händchen für die Liebe. 

Billie Lourd, Carries Tochter, auch Schauspielerin, hat erstaunlicherweise (oder eben nicht), die Krebs-Sonne auf Mutters DC und nah an deren Combin-Sonne mit der Großmutter, die ihren Uranus-Neptun sehr eng in Opposition bestrahlt. Dazu nah Stier-Mond der Mutter Carrie einen Stier AC, die Stabilität anders in die Wiege gelegt. Hier fand systemisch auch eine Ablösung statt, die Fackel wurde nicht auf die gleiche Art weitergegeben. Das ist gut so, und hat damit zu tun, dass Carrie Fisher ihren Neptun irgendwann bewusst gesucht, gefunden und anders ausgedrückt hat als durch Sucht. Da liegt die Hoffnung für solche Familien. Das unglaublich feine Gewebe des systemischen Erbes zerreisst da, wo die "Webfehler" liegen, wenn Luft an die Wunden kommt. Vielleicht ist es so, dass manchmal auch ein unerwartetes Ende dieses Lebens kommt, wenn sich etwas erfüllt hat. Auch im Guten. Carrie Fisher verkauft sich nicht mehr als unberührtbare Hollywood-Schönheit, sondern als Schriftstellerin, Frau mittleren Alters, ein Paradiesvogel, ein weiser, reifer Freak mit Ecken und Kanten. Saturn rules. Spät, immer spät. 

An Fügung könnte man da glauben, wenn man solche Geschichten anschaut. Die Mutter folgt ja auch metaphorisch in der Seele der Tochter in den Tod, als es bei ihr an der Zeit ist, sich zu entscheiden, ein anderes Leben zu führen. Klar, dass sie die Lehrstelle nicht gut ertragen hätte, wenn es das Alles und das Nichts zwischen beiden nicht mehr gibt. Aber das sind auch solche Not-Auslegungen, die man immer sucht, wo man Sinn sucht in gespenstischen Verläufen. Aber vielleicht ist das ganz falsch interpretiert. Wie gesagt: Wir denken uns die Welt. Achte einfach darauf, was dir dein Merkur, deine Luft-Venus, dein Uranus verkaufen will, denn es wird deine seelischen Ahnungen, Überzeugungen, Wissen und Wahrhaftigkeit von Mond über Pluto bis Neptun durch Druck prägen. Hier also lieber noch mal die Fakten: Carrie und Debbie sollen sich in den letzten Jahren wieder stark angenähert haben. Bei beiden stolpert das Herz, es trifft sie der Schlag. Beide unter Uranus und Pluto. Aber es gibt ja viel mehr als astrologische Komponenten im Leben der Carrie Fisher und ihrer Mutter, die man wohl fühlen, aber nicht benennen kann. Neptun. Das, was gelebt wurde, das was erstritten wurde, das, was geliebt war. 

Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.(Korinther, 13)

Bild (bearbeitet): Carrie Fisher staring at her mother Debbie Reynolds perform, 1963, by Lawrence Schiller + Pixabay + Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America (Carrie Fisher Uploaded by maybeMaybeMaybe) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

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