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Astro-Labor

Wind-Dämonen: Go for it, Lilith!

"Wer Wind sät, wird Sturm ernten, Mr. Trump!" (frei nach Hosea 8.7).

Eins ist sicher: Wenn Clinton es doch nicht werden sollte (wobei der Vorhersage-Fehler auch daran liegen könnte, dass es immer noch keine anständige Radix-Korrektur gibt), wird Donald, der Große, nicht viel Freude an seinem Amt haben. Denn Hillary Clinton ist (mit welchem ihrer drei kursierenden Horoskope auch immer) eine Lilith. Und eine Lilith verzeiht zwar manchmal. Selbst dir, Mr. Bill! Aber sie vergißt nie. Wie eine Schlange wird sie sich häuten und darunter doch dieselbe bleiben.

Dies ist darum noch mal eine andere astrologische Sicht auf Hillary Rodhams Radix-Anlagen und einen mythologischen Aspekt ihrer Geschichte, bevor sie denn Geschichte wird. Die Frau mit Lilith Quadrat Sonne, also allzu leicht öffentlich dämonisierbar von den Mustermann-"Dämonen" selbst, die auch zuhause ihre Frauen da fürchten, wo sie "zu" irgendetwas sind. Was bei Männern durchaus erwünscht ist: zu sexuell, zu fordernd, zu klug, zu frei. Mit diesem Quadrat ihres Wesenskerns und Standorts zum "schwarzen Mond" (und vermutlich auch noch ausgerechnet in 3) ist Clinton zu "unerziehbar" und als reine "Funktion" unbrauchbar für männliche Zwecke. Wie sie einem Trump vorschweben, der Frauen nicht leben lässt, sondern ignoriert oder domestiziert.

Kein Wunder, er hat ja die eigenen Gefühle, den Mond, in Opposition zur wichtigtuerischen Sonne, die feinfühlige Krebs-Venus platt gemacht von Saturn - und Lilith - man höre und staune - im genauen Quadrat zum AC/DC. "Es" will einen da doch nur zerstören (ahnt Mann), denn es lebt vielleicht gerade mal untergeordnet in seinem Umfeld, wenn es hübsch aussieht. Aber es macht einen bloß nervös, falls es einem dann nicht zu Willen ist. Deshalb missfällt es dem alten Yang (sprich unbewussten Männern) generell vielleicht auch gar nicht so, wenn Partnerinnen mit Lilith (in Verquickung zu persönlichen Faktoren wie Hillary) in ihrer Laufbahn auch mal ein wenig "kaputt gehen" (stürzen, umfallen, ohnmächtig werden). Da sie sonst sowieso "zu schwierig" sind. Als eine Art männlicher Lebens-Versicherung machten solche Zwischenfälle die Lilith in Clinton scheinbar harmloser. Schadhafter, menschlicher, kolonialisierbarer. Aber Liliths Sturz führt letztlich immer zum neuen Flug, das ist ein Auslöser, da Lilith Schwäche vor Stärke setzt und wie im Judo als Schwung nutzt. Diese Wahl läuft ja nun ausgerechnet bei Sonne-Lilith an Clintons Stellium von Chiron, Venus, Merkur und Südknoten im Scorpio. Es geht da nicht nur um sie, sondern auch um Gleichberechtigung, um die Akzeptanz des Sturms, der Stärke, der Durchsetzung, der Intelligenz im Weiblichen, wie sie sich in einer wichtigen Lilith-Position im Radix spiegeln können. Um dann umso gnadenloser weggetreten werden.

„Zuerst ignorieren sie dich. Dann machen sie dich lächerlich. Dann greifen sie dich an und wollen dich verbrennen. Und dann errichten sie dir Denkmäler." (Nicholas Klein, 1918, bei Lilith-Chiron Opposition)

Lilith als innere Figur im Radix tanzt aber weiter (vor allem in den Fixzeichen), zwischen Hexenbesen und Scheiterhaufen und ihre Erfahrung als Archetyp ist ja sowieso die Leere und Unbehaustheit, wo sie sitzt und sinnt, ausgestoßen, vor der nächsten, autarken Tat. Unterfüttert von der großen Schwester (ja!), Pluto. Das alles kennt auch Clinton (verkleinernd "Hillary" gerufen von Männern, die Donald nie im Leben "Donald" nennen würden). Fast alle wichtigen Lebens-Stationen erlebte sie unter satter Lilith-Beteiligung.

Wie diese Ausdauer wirkte, in all den Jahren, seit sie mit einem sehr jungen und verliebten Bill erstmals um die Häuser zog, um sich mit späteren Wählern zu unterhalten, zeigt die Tabelle (rechts und weiter unten, zum Vergrößern Doppelklick). Auch jetzt geht Mars wieder auf ihre Lilith bei der Wahl, sonst auch häufig ihr Gewinn-Ticket, selbst wenn anderes dagegen sprach. Wie viele Frauen mit lilithhaftem Anteil am Archetyp der mächtigen Großen Göttinnen dominant im Horoskop, ist Clinton ja keine, die eine Erlaubnis einholt, bedeutsam zu sein. Auch wenn ihr das selbst manchmal merkwürdig vorkommt. Das Quadrat zeigt ja Widerstreben.

Dass sie offensiv, kalt wütend und böse "wie ein Mann" agieren kann, verzeihen ihr manche Frauen nicht, dass man sie dafür nicht einfach fordern kann, um es "wie Männer" vor der Tür auszumachen, die Männer ebenso wenig. Sie hat den Fische-Mond, die Skorpion-Venus, im Schatten. Für ihre Unzerbrechlichkeit, die unter der Schale so weiblich gebrochen (und überhaupt nicht männlich) ist, muss sie jetzt büßen, indem die konservativen Funktionatoren der Macht (zu denen sie selbst als Plutonierin gern gehörte) sie zum x-ten Mal in die Wüste jagen wollen. 

Aber das kennt die Lilith und rächt sich dafür nur, wenn man sie zu unfair hasst und sie den Hass dann vervielfältigt als eins der schönsten Spiegel-Symbole in einem Horoskop. Wer sie trägt, wird zur Leinwand für Aussonderungs-Projektionen anderer. Schau sie an, bekrittele sie, und sie wird dich ansehen aus deinen eigenen Augen, anreden mit deinen Worten. Manchmal ist es dann einfacher, die Frau zur Kriegstreiberin zu erklären und den Mann als Hort der Stabilität. Lieber keine Intelligenz der Macht, sondern Dummheit desjenigen, der seine Machtlosigkeit fürchtet. Was den Widerstand gegen die erste Frau als ersten "Präsidenten" des Pilger-Vater-Landes anders erklärt und die einzige Erwähnung in der Bibel noch mal wie ein aktuelles Bild,  wo sie über die Feindin aller Mustermanns, Lilith, spricht. 

"Es werden Wildkatzen auf Schakale treffen, ein ziegenbehaarter Dämon wird seine Gefährten rufen und dort wird auch die Lilit verweilen und ihre Behausung finden." (Jesaja 34,14)

Wenn es wie jetzt also in Amerika rauscht in den Lüften und die Spiegelungen wieder fliegen, kann sich an den Schwellen der Zeit doch noch ein Schicksal in jede Richtung wenden. Vor allem, wenn Lilith aus den Wüsten aufsteigt, um Projektionen zu enttarnen. Das gilt für beide Hauptpersonen. Nach Sonne-Neptun, dem vermeintlichen Schwäche-Siegel im ersten schwarzen Präsidenten, sollen nun weitere Tabus geköpft werden. Die Frauen klopfen an. Lilith im Scorpio, die eine Skorpionin mit Lilith-Jupiter-Sextil und Quadrat zur Sonne ins Weiße Haus zieht. Gut so. Auch wenn sie mit ihren Aspekten genauso in der Wüste landen könnte.

Lilith als astrologischer Faktor ist ein sensitiver Punkt, der erdfernste Punkt des Mondes auf der Bahn um die Erde. Als Mythos ist sie für manche wie ein Tier, symbolisiert darum das Dunkle in der Frau um so besser, Gegen-Eva. Kinder soll sie fressen, Nächte aufmischen. Sie wird so oft verjagt, als stellvertretendes "Opfer" für die Köpfe aller, der Mühseligen und Beladenen, die sich sonst gar noch erheben und es dieser Frau nachtun könnten. Die insgeheim Starken, die Kinder großziehen, sich nicht vom Bann der Tabus davon abhalten lassen, sie selbst zu sein, indem sie auch noch arbeiten, Meinungen haben und Anspruch. Die nicht nur Mond oder Venus sind in ihrer zarten Form. Für Kandidatin Clinton gibt es vom bedrohten Yang daher eine eindeutige Arbeitsplatz-Beschreibung. Den alten Job der Frauen, die ungehorsam, stetig und gefährlich wachsen: Selbst-Auflösung. Was Clintons verletzlichen Fische-Mond zwar weckt, aber nicht sichtbar macht. Denn sie setzt auf Liliths Ur-Kraft und zieht erst recht in die Schlachten, wenn man ihr den Austritt nahlegt. 

Auch Angela Merkel hat dieses Sonne-Lilith-Quadrat (weiter, mit Lilith-Konjunktion Saturn, auch im Skorpion, auch vor Kurzem, im Return, beschimpft, abgewiesen), einen Kontakt, der Biss ausweist. Clintons Lilith auf dem letzten Steinbock-Grad lebt eher von der saturnischen Kraft der Ahninnen, leider immer noch in einer Zivilisation, der weibliche Arbeitskraft wichtig, aber weibliche Macht unheimlich ist. Was einen Angst-Kosmos mit Underdog- und Topdog-Spiel schürt. Mehr denn je im Bewusstsein, dass alle gleich sind, ohne Gleichheit umzusetzen. Auch bei dieser Wahl gibt es dann das Gefälle der Mythen: Da ist Sonne/Uranus in 10 (Trump) gegen Sonne-Lilith (Clinton), der Hexer und sein Frau-Objekt, das es zu töten gilt. Das  Yin, das sich aus Wut einer kalten Yang-Sprache bedient gegen das Super-Yang eines verängstigten (und darum umso lauteren) Delegierenden.

Ob man da nicht Pest mit Cholera auszutreiben versucht, fragen sich viele. Mag sein, wenn man das Leben als Krankheit sehen will. Dann wird es natürlich genau so werden. Mars geht in Kürze nach Wassermann und zeigt einen radikalen Schnitt im 2. Haus der USA. Ja, und diesmal ist wirklich astrologisch stark diese im Scorpio offenbar sehr auffällige Lilith im Spiel, die dort alle Wandlungprozesse (vor allem die weiblichen) fördert. Samt Schmerz - dass es leicht wird, ist bei Tiefe ein Missverständnis. Ihre Macht auch, und paradoxerweise die Ohnmacht. Lilith in einem Horoskop dient dem Pluto und wird sich meist auf der Ebene zeigen, deren Reife er vorgibt. Clintons Pluto steht mit Mars, übt sich als langer Arm des lieben Gottes, der sich dann oft selbst fällt. Diese Wahl ist von daher auch ein Kampf zwischen Arroganzen.

Sonne-Mond (Trump als ständig teichelnde, auto-aggressive Vollmond-Geburt) und Clintons völlig unberechenbare (und in ihrer Kraft von ihr selbst oft gezügelte = Quadrat) Lilith. Samt allen Fallen des Plutonischen dazu im Koffer. Aber wen würde man wählen, wenn Vollmond sich selbst als Herrscher aller Absurditäten aufführt? Skorpion-Lilith mundan zur Zeit demonstriert ja auch Machtgefälle. Metaphorisch werden dann natürlich überall später die "Schwachen" daran glauben müssen, bei einer immer noch möglichen Trump-Wahl. Falls er dann etwa wirklich mit seiner Sonne, die Mond angreift und umgekehrt seine nur unzuläglich von ihm selbst gedeckelte Grund-Zerrissenheit auf sein neues Volk überträgt, das nur ein Hofstaat, ein Setting der Maßstäblichkeit seiner saturnisch-jupiterhaften Anlagen ist.

Lilith im Horoskop von Frauen dagegen ist auch bei Clinton ein Schub und eine Last, weil sie einen auch zum auszumerzenden Angriffsziel erklärt, da, wo sie steht. Mit Sonne im Wesentlichen, mit Mond als Gefühlssubjekt, mit Venus als Liebspartnerin, mit Mars als Handelnde. Gerade da, wo es um die klassischen "Gefühlsthemen" der Wasserzeichen geht, die drum ja auch als weiblich gehandelt werden, schießt sie quer. Lilith spielt dann nicht nur Aufräumerin vor und hinter Pluto als der alles wandelnde (und nur darum für Männer-Gesellschaften so gefährliche) Dämon im Inneren des gebärend Weiblichen. Diese Urkraft der Kali, Durga, Tara, schwarzen Madonna. Das, was uns an uns selbst schrecken kann, wenn wir schreien, streiten, fordern, nehmen, austeilen. Was Leben gibt (als Mond mit Venus) und darum unter Verdacht steht, auch Leben nehmen zu können (als Lilith). Der innere Paria, die Ausgeschlossene, die später meist größer und reifer aus den brennenden Wüsten (hier der fixe, alles durchdringende Sonnen-Einfluss) zurückkehrt, als bei ihrer Verstoßung. Auch das sieht man an Clinton. Insofern zeigt sich an dieser Wahl auch der Zustand der ewigen Grauzone zwischen Yin und Yang. Der klirrenden Bilder, die Mond/Venus und Lilith astrologisch für weiblichen Widerspruch transportieren:

"Als Ersatz für Lilith „baute" [...] Gott für Adam eine zweite Frau aus Adams Seite: Eva, die nun nicht mehr gleich wie Adam „erschaffen" [...], sondern als „eine Hilfe ihm gegenüber" „gebaut" wurde. Während des Schöpfungsprozesses wurde so, entgegen Gottes ursprünglichem Schöpfungsplan, die Frau verkleinert – so wie dies auch beim Mond gegenüber der Sonne geschehen war." (HAGALIL)

Der Ausschluß als Demütigung-Prinzip, der gefürchtete Verlust der Sippen, Herden (ja, der Venus!) und Familien (Mond) findet bei Lilith-Personen übrigens immer wieder mal statt. Die Lilith einer Frau im Bezug zu ihren "männlichen" Planeten (oder den weiblichen in männlichen Zeichen) gibt Macht-Optionen und schickt stets in den Kampf.  Im bislang am besten "funktionierende Radix" (rechts, aus der Astro-Databank) sind die anderen Fighter-Konstellationen nicht zu übersehen. Da alles auch in jedem Chart als Kompensation gesehen werden kann, sieht man hier, der Mond benötigt diesen beinharten Schutz. Auch wenn es drei mögliche Geburtszeiten gibt - Clintons Skorpion-AC hier reagiert immer wieder stark auf den Lebenstufen, die sie weiterbrachten. Viele wissen wie das ist, ob unbekannte oder prominente Lilith. Angela Merkel kommt mit dem gleichen Lilith-Sonne-Quadrat daher, nur verschoben, von Krebs nach Scorpio, Michelle Obama mit Mond, eventuell im Wassermann. Auch die USA haben ein Mars-Lilith/Neptun Quadrat von Zwillinge nach Jungfrau. Männer als Bewohner, die mehr Evas Zahnpasta-Lächeln und Botox-Stirn suchen als die protestierende, nervige Lilith.

Mit der ihre Frauen sie auf den Topf setzen, wenn sie flüchten vor Entwicklung. Mit der sie selbst (ja, auch Mann hat Lilith) andererseits begehren und dann das "Objekt" der Begierde zur Persona non grata erklären. Alles andere gäbe "ihr" bloß Macht. Lilith. Immer überall, suchend, sirrend, im Kampf mit sich und der Welt, voller Ehrgeiz, Wille, Vorstellung. Auch Hillary Clinton kennt den Abstieg, die Panik, wenn sie betrogen wird und das öffentlich mit Loyalität zu tragen hat. Den Aufstieg, wenn sie Jahre später selbst ins Oval Office will. Andere wären morgens nach Lewinsky erst gar nicht mehr aufgestanden. Aber sie ist Pluto und Lilith. Eine Frau. Nicht nur hart im Austeilen, sondern auch im Nehmen. Wie diese anderen mit bedeutender Lilith-Stellung:

  • Kaiserin Maria Theresia - Lilith Konjunktion Deszendent Steinbock
  • Katharina, die Große - Sonne-Mars-Lilith in 2 Stier
  • Indira Gandhi - Mars-Lilith-Konjunktion in 1 Jungfrau
  • Queen Elizabeth II - Wassermann-Mars-Jupiter Opp Lilith/Neptun/Mond von 1 nach 7
  • Lady Di - Wassermann-Mond Opposition Lilith/Uranus/Mars/Pluto von 2 nach 8 

Kann man das wollen? So eine unbeugsame Verkörperung des Dämonischen, das zusammenklappt, aufsteht, fällt, steigt? Dass eine Nation wie diese der Männer, der Schönheitschirurgie und der Essstörungen die weniger brave Eva in Clinton (zumindest oberflächlich) verhindern möchte und es oft auch schafft, ist logisch. Trumps RADIX zeigt hingegen ja Lilith als seine verdächtige "Zerstörerin" (im Quadrat zu seinem AC) was nicht nur seine Überfrachtung von Clinton als kriminelle Hexe dingfest macht. Dafür wird er von ihr zum Frauenfeind hochgedizzt. Der er zweifelsohne auch ist, indem er mit beherzten Griffen in Tabuzonen offenbar Jahrzehnte der Emanzipation dem Papierkorb anheim gibt. Was für eine Bühne zwischen beiden.  

Kennt man Hillary Clintons Geschichte, weiß man auch, dass wie bei vielen Namenlosen die persönliche Schmach eine Rolle spielt. Lilith, die an Widerstand nur scheitert oder geschärft wird wie ein Messer. Sie wird auch heute nicht zu Ende erzählt, egal, was ein Trump denkt und was Wahlmänner wählen, wenn sie gewählt wurden. Wahl-Männer, nicht Wahl-Frauen. Lilith, als eine der Frauen, die SO sind, unbeherrschbar anders, ist mit im Spiel. Als Bresche zumindest gegen Dummheit und Klischees. Plutos Fußnote, seine weibliche Kraft der Erschaffung.

Lilith mit den "großen" Kontakten (Konjunktion, Opposition oder Quadrat) zu Sonne, Mond, Venus oder Mars im Radix hat das vermutlich erlebt: Sie wurde mindestens einmal äußerlich und zahllose Male innerlich aus Systemen getreten, deren Mitglied sie gar nicht sein wollte oder konnte, weil sie so anders war. Eine Erkenntnis, zu der diese Aussonderung aber oft erst führt. Worauf die wahre Aufgabe heißt, sich mit kühlem Kopf wieder zu berechtigen. Trotz der Demütigung nicht den Schleier, das Kopftuch, die zarte, wenn auch oft hysterische Maske der Luna zu nehmen, sondern stolz zurückzukehren und der Scham die Zähne zu zeigen.

Im Grunde gibt es gar keinen Unterschied zwischen den weiblichen Anzeigern in einem Radix, denn sie zeigen verschiedene Aspekte einer Frau. Aber sie bestärken sich auch gegenseitig, wenn man ihre Polarität erkennt und nutzt. Insofern sind auch zusätzliche plutonische Betonungen in Liliths Breiten eine passende Unterstützung und kommen bei Lilith-Dominanz oft vor. Wo die Lilith auftritt, wird also (erst recht unter einer möglichen Präsidentin Clinton) vermutlich auch in Zukunft weiter die alte männliche Angst herrschen, zwischen den langen Zähnen der großen Mutter gefangen zu sein. So sehr, dass sie vielfach wirklich der Panik von stierischen oder krebsigen Gesellschaften geopfert wurde und werden wird. Damit müssen wir leben, die wir alle irgendwo Lilith, die Gegenbewegung, in uns tragen. Auch wenn das Bild der Herde und inneren Familie reingehalten werden soll, zur Not mit Blut erkauft. Zum Beginn des 2. Weltkriegs stand übrigens Lilith im Wassermann, im Quadrat zu Uranus und Opposition zu Merkur. Ihre Rolle als möglicher Ausweg des starken und speziellen Weiblichen in Konflikten, das sich selbst aus dem Hass heraus reguliert,  wird selten von Gemeinschaften gewählt, wo auch ein leichter anzuschaltender, taffer Mars mit Langsamläufern als Generalzerstörern zur Verfügung steht. Eva in Form von Luna, der Kleingemachten, und Venus, der Schaumgeborenen, mit rückwärtigem Schwefelgesicht, ordnen sich unter. Da sie sonst bedroht sind, nicht mehr befruchtet zu werden. 

Diese Furcht ist Lilith fremd. Dann eben nicht. Man kann durchaus auch ohne Kinder, Söhne, Töchter, kleine Hunde und Sushi zu Kaminabenden glücklich sein. Darin ähnelt sie Uranus. Als man Chelsea Clinton, das Fische-Mädchen, einmal fragte, was denn ihr erstes Kinderbuch gewesen sei, sagte sie verblüfft: "Äh, die Tageszeitung!" (so wird jedenfalls kolportiert). Lilith schult ihre Töchter eben darin, sich von rostigen Nägeln ernähren zu können, und ihr Gehirn zu gebrauchen.

Besonders, wenn die dann wiederum als Erbe andere Kettenglieder wie eine Saturn-Lilith eng haben, wie auch die Tochter der Clintons, wird der Pokal weitergegeben. Ein Vorteil Liliths besteht ja durchaus auch in ihrer Lern-Bereitschaft, dem Starrsinn und in ihrer mangelnden Erpressbarkeit. Wird sie prvoziert, dann flieht sie lieber nach vorn. Super-Waage BILL hat seine Lilith (wie seine Frau auch) in 3, er mag solche Herausforderungen und kann deren Schärfe mit seinem Trigon Lilith-Pluto im Radix gut nehmen. Seine Lilith und seine Frau bedrohen ihn nicht, was sonst oft der Fall ist, wenn die Frauen ihre Lilith zu männlichen Planeten des Partners in schwierige Beziehung setzen. Aber diese Mrs. Clinton, die da heute antritt, die ihren Gegner das Säbelrasseln lehrte, wie es kaum einer dreister getan hat, mildert sich eben auch in dem Maße, in dem ihre Skorpion-Faktoren und die Lilith von ihrem Umfeld mit getragen werden.

Wenn nämlich die besondere Frau anerkannt wird in ihrer Wildheit, der Wunschnatur und dem weiten, wehenden Wesen, wird sie sich auch zügeln, weil sie sich selbst als anders lieben "darf". Wie gesagt,  heute, am dicken Ende der Wahlen, steht der gerade wechselnde Mars genau auf Clintons Lilith. Jener inneren Spur, einer Riefe fast, die wie eine Einpeitscherin ihre Sonne aus dem rein skorpionischen Hunger in die Infagestellung holt. Es ist und bleibt damit Neuland, in der Größe dieses Amts, was passiert. Was hier auch ein weibliches Schicksal spiegelt, das Clinton für viele verkörpert. Den Reiz, es doch immer und immer wieder zu versuchen. Dagegen. Wo jetzt erneut alles um Ein- und Austritt aus einer uralten "Randgruppe", um Gender-Themen und die Schwelle zu großer Macht kreist.

In und aus der Kandidatin spricht diese Lilith, der seltsame Schnittpunkt von Wesen und "Mood", von fast magischer Eindrücklichkeit im Stahlkern und schmelzender Herausforderung. Da steht sie also, Hillary Rodham Clinton, Skorpionin, durch alle Unter- und Oberwelten ihres Sonnen-Zeichens gegangen (vermutlich auch des AC). Gedemütigt, öffentlich diskreditiert und erhoben, machtvoll, klein wie groß, mit Sonne-Lilith-Quadrat und massivem Mars-Pluto, was Greifen nach Bedeutung zwanghaft macht. Und vielleicht kann sie, wenn sie dann hat, was sie will, Milde und Zartheit zeigen lernen, die ja genauso in ihr stecken. Es würde auch der aktuellen Skorpion-Lilith der Welt Rechnung tragen.

"Seither wartet Lilith jedes Jahr [...] darauf, dass Adam und Eva zu ihr kommen, um sich mit ihr zu versöhnen, damit sie gemeinsam die Verkleinerung der Frau rückgängig machen und so den ursprünglichen Schöpfungsplan verwirklichen und die Erlösung herbeiführen können. Die Söhne Adams und die Töchter Evas und Liliths tragen den Zwiespalt zwischen den ersten Menschen bis in unsere Zeit weiter. Bis heute werden Liliths Töchter weiter ausgegrenzt. (HAGALIL)

Clinton ist eine Plutonierin im besten und schlechtesten Sinne, die es so gut gemacht hat, wie sie konnte. Natürlich kann es passieren, dass sie statt ins Oval Office in die Wüste geht, in die Härte oder in die Einsamkeit. Eine Alternative zu ihr und allem gibt es ohnehin gerade nicht. Möge es also allen nützen. Wie und ob? Es wird garantiert der Tag kommen, wo sich das Richtige, Wahre, zeigt. Mit oder ohne einen Präsidenten Trump. Wenn er sehr, sehr viel Glück hat und doch eine Krone putzen darf, kommt sie ja doch wieder, aus der Wüste. Auf die Schwellen des Ungesagten, wie der Wind. Go for it, Lilith und Hillary!

Bilder (bearbeitet): Kristopher Harris from Charlotte, NC (DSC05103) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)] + Public Domain via Wikimedia Commons + I.REDD.IT

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