Loop!

Astro-Labor

Helden, bitte aufwachen!

Dreiteilige Serie "Frische Sterne" von Eva-Christiane Wetterer. Heute Teil 2: "Viktoria und MSU".

In der Früh-Geschichte der Astrologie spielten die Götter bekanntlich eine nicht unerhebliche Rolle; bereits bei den Babyloniern wurden die Himmelskörper klipp und klar als die Macher und Machthaber des irdischen Geschehens erkannt. Diese Götter konnten scheinbar alles bewegen, doch auch sie selbst bewegten sich offenbar nach Mustern, die man sehen und aufzeichnen konnte. Da staunten die Himmelsgucker und entwickelten erste kluge Regeln. So wurde z. B. die 360-Grad-Scheibe bereits 700 v. Chr. von den Sternenkundigen erfunden!

Den Astrologen von heute ist selbstredend klar, dass sich diverse Archetypen weltweit als Urbilder in uns Menschen eingegraben haben und so die Mär der Götter irgendwie doch stimmt. Wie diese Bilder auch in Zeiten von Hightech und Hirnforschung und Facebook weiter wirken, ist dennoch ein kleines Wunder, sind sie doch ein Fingerzeig zu der hinter Saturn ruhenden Unvergänglichkeit. Das von Hans-Werner Wolters kreierte Planenten-Design regte die Debatte über die Wirkungsweise der Astrologie einmal mehr an. Da standen sich nun Jahrtausende geballten Planeten-Wissens und ein intelligenter Computermix scheinbar ebenbürtig gegenüber. 

Vom Informationsmodell („Hallo hallo! Hier Saturn, bitte Grenzen wahren!“) über die Theorie der morphogenetischen Felder (den Exkurs in die „formbildende Verursachung für die Entwicklung von Strukturen“) bis hin zu Symbolwissen („Alles ist Symbol!“) war vieles dabei. Dieses „Alles ist möglich“ wurde fröhlich garniert mit der Lust, weitere Designs zu entwickeln und zu testen.

Von dem Vorschlag, einen zweiten Terminator als Designplanet zu erschaffen, nahm HWW Abstand, seine veralteten Pluto Stände arbeiteten in der verwendeten Design-Routine zu ungenau. Also ließ er Pluto Pluto sein und mixte ein Design namens MSU, was schlicht als Mars/Saturn/Uranus zu entschlüsseln ist. Der leidenschaftlicher Mundanastrologe wünschte sich vor allem Untersuchungen in diesem Feld.


Einige Beiträge wiesen auf die radikale Wirkungsweise hin, so stand der Explosionspunkt MSU beispielsweise bei der Zündung der ersten Atombombe am 16.6.1945 mitten im Geschehen. O-Ton HW:„...unsere kosmische Dynamitstange stand gerade in nahezu perfekter Achsenbindung: Quinkunx MC, Halbquadrat AC, Anderhalbquadrat DC in rund 1,5 Grad Jungfrau. Ganz abgesehen von dem genauen Halbquadrat, dass sie hier zu Saturn bildet, der sich seinerseits genau auf dem Aszendenten befindet.“

Nach diesem Kracher kehrte erst einmal Stille ein. Doch bereits im Januar 2007 wurde ein neuer Designplanet ins Rennen geschickt und zwar Viktoria. Der Wunsch, den einen, den richtigen Erfolgsweg astrologisch definieren zu können, war die Idee zu diesem neuen Design und natürlich auch die Mix-Basis. Viele Wege führen zum Ziel, doch die Mischung aus den inneren Heldenfiguren Sonne (der solare Held), Mars (der Krieger), Jupiter (der Göttervater) und Saturn (der Weise und gleichermaßen die konkrete Wirklichkeit), sollte all das bündeln, was sonst in uns wie ein Sack Flöhe wirkt und schwer zu zentrieren ist.

Drei gewichtige Symbole gehörten für HW außerdem untrennbar dazu. In der römischen Mythologie war Victoria die vergöttlichte Personifikation des Sieges. Sie war die Schutzgöttin des römischen Kaisers und jungfräuliche Hüterin des Reiches. Der Victoria Krater auf dem Mars wiederum lieferte der Wissenschaft Rückschlüsse über die Entwicklungsgeschichte des Mars. Und last, but not least: Eines der Schiffe, mit denen Magellan die Welt umsegelte, hieß Victoria. Alle Victorias mit C, aber immerhin.

Dieser Einstiegspunkt in diese Siegesstraße symbolisiert den individuellen Pfad zum persönlichen Erfolg, zum Triumph. Sie zeigt uns auf der Höhe unseres Selbstausdrucks im Sinne des gelingenden Einsatzes für unsere Ziele. Viktoria steht für den Sieg über sich selbst, ohne den wohl kaum ein Mensch seine Siegesstraße bis zu Ende gehen kann und wird.

HWW (links im Bild): „ Genau deshalb wurde dieser Designplanet VIKTORIA genannt. Als Symbol wird ein großes, stilisiertes V für Sieg, victory, vorgeschlagen!“ Und er setzte Viktoria aus Bahnelementen zur Berechnung von Sonne, Mars, Jupiter und Saturn zusammen – mit wahrlich durchschlagendem Erfolg. Eine der unermüdlichsten Mitforscherinnen, eine Schweizer Astrologin[1], listete begeistert die Viktoria Positionen in den Horoskopen von Astrologen auf (hier gekürzt -> Originalbeitrag Nummer 4 bei astrologix):

Claude Weiss hat seine Viktoria auf 19 Grad Skorpion, also gerade in Opposition zu seinem Stellium (Sonne, Venus, Merkur, Saturn, Jupiter, Uranus) am MC.

Bei Döbereiner steht Viktoria in Konjunktion mit seiner Mond, Nordknoten-Konjunktion im 11. Haus. Der Punkt für Astrologie ist auch nah dabei.

Bei Reinhold Ebertin steht Viktoria in Konjunktion mit Mond in 1.

Bei Bruno Huber steht das große V gleich nach dem IC, in Opposition zu Merkur, in Konjunktion mit dem Glückspunkt.

Bei Markus Jehle steht Viktoria im 10. Haus, in Opposition zu seiner Glückspunkt-Saturn-Konjunktion.

Bei Lianella Livaldi-Laun steht sie in Opposition zu ihrer Jupiter, Pluto-Konjunktion.

Bei Hans Hinrich Taeger steht Viktoria in Konjunktion mit Pluto in 10.

Bingo! Doch damit nicht genug. Das siegreiche V, das mit einer Tagesgeschwindigkeit von 2 Grad unterwegs ist, erwies auch im Ereignisbereich seine Stärke und Treffsicherheit. Dazu zwei prägnante Beispiele:
Gary Grant wurde am 7. 4. 1970 für sein Lebenswerk mit einem Ehren-Oscar geehrt. Transit Jupiter stand in Opposition zu Radix-Viktoria. Transit Mond, Merkur Venus und Saturn waren in Konjunktion zur Radix-Viktoria. Die laufende Viktoria stand auf 13 Grad Wassermann, Grants Sonnenbogen-Glückspunkt befand sich auch in diesem Grad.

Am 29. März 1989 erhielt Dustin Hoffman den Oscar für den besten Hauptdarsteller, nämlich seine Rolle in Rain Man). Transit Jupiter (3 Grad Zwillinge) stand gradgenau auf seiner Radix-Viktoria. Die flinke Transit-Viktoria stand auf 23 Grad Wassermann, überlief also gerade seinen Radix-Glückspunkt.

Was immer schon da war, wird sichtbar

Fast schien es, als funktionierten die Design-Planeten besser, als die echten Himmelslichter! Das Design aus mehreren Bestandteilen des Urstoffes der Planeten schien extrem aussagefähig und das warf doch einige Fragen auf. HWW „Da habe ich nun so einen Designplaneten kreiert, der auch noch dummerweise funktioniert. Dann wird es wirklich ebenso verlockend wie gefährlich… Wenn alles erlaubt und alles möglich ist, dann müssen wir uns doch fragen, ob sich die ganze Astrologie nicht nur im Kopf abspielt?! Genau diese Ansicht habe ich nicht. Ich denke schon, dass ich „im dollen Kopf" "zufällig" richtig gewürfelt habe und dadurch etwas entdeckt habe, was vorher noch unbekannt war. Ich denke, dass wir nicht irgendetwas "designen" können, das plötzlich genau an der richtigen Stelle in den Horoskopen der Menschen der vergangenen 50 Jahre bis heute auftaucht. Es ist schon da gewesen, bevor es berechnet werden konnte, man sah es nur nicht.“

Das konnte man durchaus auch anders sehen und das wurde diskutiert, doch die Stimme des Erfinders ist erst einmal bedeutend. Wolters war zu sehr erfahrener Astrologe, um nicht zu wissen, dass man an der bisherigen Vielfalt im Horoskop schon genug zu knabbern hatte. Er wusste, dass man mit Neuerungen, wie den seinen, sehr behutsam umgehen musste. Und er war Forscher mit Leib und Seele und wollte am liebsten sofort ein Programm schreiben, mit dem jeder Planeten designen und testen und darüber berichten konnte…

Tipp: Designplaneten testen? Die Ephemeriden von Vanilla, MSU, der kosmischen Dynamitstange und Viktoria können beiDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! angefordert werden.

Viktorias Geburtszeit: 8.1.2007, Hamburg, 23:15 Uhr, Stand Viktoria an dem Tag auf 7:01‘43" Wassermann

(ECW - 15.3.2012 - 8.52 h)

 

Teil III der Serie "Frische Sterne" folgt in den nächsten Wochen: „Erschaffen wir unser astrologisches Universum jetzt schon selbst? Oder haben wir das immer getan?“



[1] Unter dem Pseudonym Widderwaage auf www.astrologix.de

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