Loop!

Astro-Labor

Perspektive 2014 - ein Aufruf

"Der Heilige kann die Zeit nicht machen, aber er kann in seinen Handlungen der Zeit entsprechen. Und wenn die Handlungen der Zeit entsprechen, dann ist der Erfolg groß."
– aus „Frühling und Herbst des Lü Bu We“

Zumindest einmal jährlich wird der Berufsstand der Astrologen auch öffentlich wahrgenommen, der Blick in die Zukunft ist gefragt wie eh und je, wenn zu Sylvester das neue Jahr begrüßt werden soll. So werden wir wohl auch diesmal wieder lesen, wie günstig oder mies die Sterne in den nächsten Monaten stehen, leider nicht als ausgewiesenes, persönliches Statement einzelner Propheten, sondern oft nur „schein-astro-logisch“ begründet und abgesichert.

Los geht das Ganze meist schon mit der Überschrift „2014 wird ein Saturn-Jahr“. Das dürfte vor allem den gleichnamigen Handelskonzern freuen, als astrologischer Beobachter möchte man da schon vor Fremdscham im Boden versinken. Denn - warum bitte sollte 2014 ein Saturn-Jahr sein?

Ja gewiss, es gibt da die chaldäische Reihe, also Stunden-, Tages- und Jahresherrscher. Aber wenn man sich schon auf solche klassischen Muster beruft, sollte man zumindest beachten, dass die damit gemeinten, astrologischen Jahre immer erst zur Tag- und Nachtgleiche im März neu begonnen wurden. Und nicht am 1. Januar. Aus der Sicht der Chaldäer besteht 2014 also zu einem Viertel aus „Mond-Beherrschung“, der Rest wäre dann Saturn.

Warum dem so sein soll, erklärt sich aber auch nicht durch die üblichen Berechnungsmethoden. Demnach nimmt man die Jahreszahl (also 2014), zieht davon 4 Jahre ab (= 2010) und teilt das durch 7 (= 287,1). Bleibt kein Rest, ist es ein Mondjahr. Bleibt einer, nimmt man den entsprechenden Planeten in der chaldäischen Reihe. Diese orientiert sich nur an den klassischen Planeten (bis einschließlich Saturn) und deren Umlaufzeit (aus geozentrischer Sicht) in umgekehrter Reihenfolge. Nummer 1 ist also Saturn, dann käme Jupiter, danach Mars und so weiter. Aber selbst wenn man davon ausgeht, dass hinter dieser Formel ein verborgener Sinn läge, bleibt immer noch der Umstand, dass die Chaldäer einen vollkommen anderen Kalender mitsamt Zeitrechnung hatten, als wir heute. Am ehesten vielleicht vergleichbar mit dem hebräischen Kalender, der seine Wurzeln in Babylon hat.

Aber dort zählt man bereits das Jahr 5774, was nach obiger Formel bedeuten würde, dass 2014 ein Jupiter-Jahr ist und in ein Mars-Jahr (zum Frühlingsbeginn) übergeht. Dasselbe kann man nun auch mit anderen Kalendersystemen machen und wird am Ende feststellen, dass sich so fast jeder Planet in irgendeinem Kulturkreis als Jahresherrscher präsentiert (Anmerkung:  Natürlich könnte es sein, dass mein Wissen um die verborgenen Hintergründe der Jahresherrscher lückenhaft ist, deswegen würde ich alle Kollegen bitten, die ihre Prognosen schon mit der Überschrift „Saturnjahr“ veröffentlicht haben, mir da mal auf die Sprünge zu helfen).

Immerhin gibt es zumindest einen Zeichenwechsel, allerdings erst am 23. Dezember 2014 rückt unser „Jahresherrscher“ vom Skorpion in den Schützen. Dafür gibt es jede Menge anderer und spannender Aspekte. Der Auftakt zum großen Quadrat von Mars, Jupiter, Uranus und Pluto beginnt ja schon in den nächsten Wochen und begleitet uns dann fast in der gesamten ersten Jahreshälfte. Davon sind auch einige Staaten und ihre Oberhäupter sehr direkt betroffen und da ja Uranus und Pluto erst jetzt aus Erdsicht in die heiße Phase ihrer Quadratspannung kommen, darf man wohl davon ausgehen, dass sämtliche offene Themen im Zusammenhang damit, auch erst jetzt ihren finalen Ausdruck finden werden.

Stoff genug also für seriöse, astrologische Basisarbeit um mögliche Tendenzen aufzuzeigen und entsprechende Lösungsalternativen anzubieten. Deswegen möchten wir alle Kollegen und Kolleginnen, die in diesem Sinne gerne ihre Sichtweisen einer interessierten und fachkundigen Leserschaft anbieten und darlegen wollen, einladen dies bei LOOP! zu tun. Die Regeln dafür haben sich seit dem letzten Jahr nicht geändert, seien aber zur Erinnerung nochmal kurz aufgezählt:

Keine Aussagen ohne eine nachvollziehbare astrologische Begründung.
Beispiel: Dass es auch im nächsten Jahr wieder Erdbeben, Wirbelstürme und andere Naturkatastrophen geben wird, wissen wir alle heute schon. Eine astrologische Prognose sollte demnach zumindest den Zeitpunkt eines solchen Ereignisses innerhalb einer bestimmten Zeitspanne benennen. Ein paar Tage hin oder her sind okay, eine Aussage wie im Frühling wird es stürmisch ist Nonsens. Noch besser, wäre auch ein Hinweis auf den Ort und die Art des Ereignisses.

Der astrologische Weg, der zu diesen Aussagen geführt hat, muss zumindest für andere Astrologen nachvollziehbar sein. Frei erfundene Punkte und Himmelskörper, die niemand sonst kennt, sind kein Argument. Natürlich, wenn jemand über wirkliche Forschung Neues entdeckt hat, dann sollte er/sie das auch einbringen. Allerdings nicht, ohne dieses neue Prinzip nachvollziehbar zu erklären und auch auf seine bisherigen Studien und Forschungsergebnisse hinzuweisen.

Keine tendenziell negativen und angsterzeugenden Aussagen.
Niemand möchte hören, dass die Welt jetzt eben 2014 untergeht. Dazu gehören neben oben genannten Katastrophenszenarien auch Aussagen über Personen, denen man ungefragt Krankheiten oder Schlimmeres prophezeit. 
Alle gemachten Aussagen sollten weitestgehend eindeutig sein, d.h. die Aussage sollte beim Eintreten des Ereignisses darauf beziehbar sein. Wenn man sich dazu nicht in der Lage sieht, dann ist es durchaus legitim, darauf hinzuweisen. Wer glaubt, dass Deutschland 2014 Fußball-Weltmeister wird, sollte dies auch so ausdrücken, wer nur die Tendenz für ein gutes Abschneiden sieht, benennt das dann eben so.

Alle üblichen Verdächtigen wie Nostradamus, die Mayas oder außerirdische Botschafter müssen leider draußen bleiben.

Zur Ermutigung

Astrologie funktioniert. Planetenstände und –aspekte sind immer eindeutig. Folglich kann, darf und soll man daraus auch Aussagen ableiten, die für andere hilfreich und sinnvoll sind. Die Zukunft bleibt aber immer nur ein Ort von potentiellen Möglichkeiten. Manche davon sind wahrscheinlicher als andere, allein das aufzuzeigen, kann eine konstruktive Hilfestellung sein. Mehr ist nicht verlangt.

Und wer immer den Mut hat, dabei konkret zu werden, kann auch scheitern – sprich daneben liegen. Darin unterscheiden sich Astrologen in Nichts von anderen Berufszweigen, die Diagnosen und Prognosen erstellen. Und auch nicht darin, dass jeder Einzelne von uns bestimmte Stärken hat, bestimmte Bereiche schneller und besser erfassen kann, als vielleicht andere. Sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und alles wegzulassen, was keine solide innere und äußere Basis hat, ist sicher ein guter Ansatz für diese Art der Arbeit.

In diesem Sinne lädt Loop!, wie schon letztes Jahr, alle Astrologen und Astrologinnen ein, ihre Erkenntnisse mit unseren Lesern zu teilen. Da wir davon ausgehen, dass sich viele Kollegen und Kolleginnen diesbezüglich schon Gedanken gemacht haben, möchten wir um eine Zusendung der Vorschläge und Einsichten bis zum 31.12.2013 bitten, am besten per Mail an: webmaster(at)astrologie-zeitung.de

Alles was den oben genannten Kriterien entspricht, wird veröffentlicht, natürlich mit entsprechenden Hinweisen auf die Verfasser und ihre Arbeit.

Frohes Schaffen wünscht das Loop! –Team, sri + meta.

Titelbild: By Geoff Wong (Flickr: World watching) CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0), via Wikimedia Commons; Gypsy -Brian Norman [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

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