Loop!

Astro-Labor

Ich habe, also bin ich auch!

Das Prinzip Stier als Schlüssel zu Sicherheit und Selbstwert

  1. Systemisches: Im Netz des Überlebens, des Selbstwerts und des Geldes

Das ganze Leben ist Beziehung. Mit dir bin ich dieser. Allein jene. Schreibend ganz anders. Gelesen wieder neu. Astrologisch macht uns alle auch das aus, womit wir uns an negativen oder positiven Seiten der Häuser, Zeichen und Geburtsplaneten identifizieren. Können. Aber eigentlich müssen. Wenn einer nicht gegen die Gaben seines Charts leben will. 

Beziehung und Bezugnahme begegnen uns innerhalb wie außerhalb von Horoskopen. Oder Systemen. Oder auch nur uns selbst. Sie existieren ohne jede andere technische Kategorie, die nur Verständnishilfe bietet. In der alten, tiefen Stille des bloßen Eigenlebens nimmt Mensch zunächst einmal völlig unastrologisch Notiz von dem, was ihn an Begegnendem dem Anschein nach so bedingt. Er hat dann einfach Empfindungen und Gedanken, von denen sein Handeln abhängig ist.

Auslöser, die es scheinbar provozieren. Und dabei häufig bekannten, lang so gelebten Mustern folgen. Immer wieder zeigen sich im Denken und Fühlen solche ähnliche Tendenzen, die von immer gleichen Provokateuren abhängig sind. Dingen und Menschen also, auf die sich menschliche Empfindungs- und Gedankenwelt bezieht. Die Folgen spürt man fein oder überstark, je nach Veranlagung. Werden diese Empfindungen aber verweigert, weil sie zu schmerzlich sind, kann eine Art Verlagerung passieren. 

 


Dann finden wir selbst irgendwann, wenn wir Pech haben, nur noch außerhalb unserer Selbst statt. Vielleicht in Form von Stellvertretern, an die wir „unsere“ Anlagen delegieren, solange wir sie noch nicht integriert haben. 

Einem Gegenüber, das uns spiegelt, wie wir eigentlich sind. Was an uns wir nicht wahrhaben wollen. Manchmal ist Selbst-Begegnung also auch vorwiegend Projektion. Hier setzt einer der Vorteile von Astrologie an, die solche Delegationen ans Außen schneller sichtbar macht, als viele andere Disziplinen. Motto: Ich gebe dir meinen Rucksack, ohne dass ich selbst das bemerke. Und du zeigst mir, was darin ist. Wenn du es nur oft genug tust, fällt mir vielleicht auf, dass ich selbst etwas damit zu tun habe.


Jede Form von Bezugnahme - ob nun delegiert oder selbst erlebt - fällt erstmal unter das Venus-Prinzip. Viel zu häufig wird dabei nur von der Herrscherin der Waage ausgegangen, die klassisch für alles Beziehungs-Bezügliche steht. Aber auch der Stier untersteht ihr.

Er stellt damit, als zweites der Zodiakzeichen, den etwas autistischeren Vorläufer von Beziehung dar. Insofern ist das Verständnis des 2. Prinzips - als astrologischer Pfeiler unserer stofflichen Grundausstattung - extrem wichtig für das Selbst. Stier oder Feld 2 befindet sich innerhalb der astrologischen Systematik nun mal im Ich-Quadranten. Seine Analyse trägt schon wie ein Fraktal die Grundzüge der gesamten Persönlichkeit in sich. 

Beim zweiten Prinzip des Tierkreises geht es um alle Fragen der inneren Sicherheit. Als Tresor des Horoskops umreisst es Fragen des Selbstwerts. Oder anders, ist der Ort, wo unsere stofflichen, geistigen, seelischen Schätze lagern. Talente, Gaben, das, was uns anlagebedingt ganz speziell macht. Vor allem aber die eigenen Grenzen.

Am Anfang war die freie Energie. Widder und das 1. Haus. Ein Funke, der sich immer weiter ausdehnt, wenn man ihn lässt. Er kennt noch keine Form. Widder stürmen voran, sie suchen Stier, das Hindernis der Festigkeit, das sie begrenzt. Oder anders: Der Zodiak baut im Stier die erste Mauer, damit aus unbegrenzter Kraft etwas sinnlich Greifbares entstehen kann. Das 2. Prinzip, bei dem Energie Stoff begegnet. Das wiederum baut den Boden für das folgende 3. Haus und Zeichen Zwillinge auf. Erst Materie aus Stier oder 2 macht Denken über Materie möglich.

Alles eine Frage des abhängigen Entstehens

Wenn Astrologie in ihrer Ganzheit die Ganzheit der Welt präzise spiegeln soll, kommt dieser Wechselwirkung von Häusern und Zeichen, ihrem abhängigen Entstehen in Bezug zueinander, große Bedeutung zu. Der Sinn jedes Dings erklärt sich ja letztlich immer aus der Sinnzuweisung eines anderen. Seine Form aus einer anderen Form. Seine Energie aus einer weiteren.

Aber die Analogien des 2. Tierkreisprinzips ergeben sich auch aus seiner Position im fixen Kreuz zwischen Löwe, Skorpion und Wassermann und seiner Funktion als erstes der Erdzeichen. Isoliert und als Faktor für sich genommen dagegen, erschöpft sich die Analyse in eindimensionaler Separierung statt Integration. Das Bild des Stiers oder 2. Feldes als der Materialisatoren der Welt bleibt dann flach und nichtssagend.

Stier oder Feld 2 ist die erste, privateste Position auf dem fixen Kreuz des Überlebens. Hier fängt alle „Verdinglichung“ an, während sich die Angelegenheiten des 1. Hauses ausschließlich im energetisch noch sehr lockeren Bereich der widderhaften Impulse, Triebe und ihren Kraftrichtungen abspielen. Immer nur nach vorn. Das 2. Haus, das auf der Verhaltens-Ebene Stierisches symbolisiert, befindet sich in der Mitte zwischen rohem Antrieb der Kräfte (Widder) und der Entstehung von Sprache und Bedeutungszuweisung (Zwillinge).

Hier zeigen sich aber schon die Wurzeln der Zeit selbst (Saturn und Steinbock), jener großen, formalen Grenze des Lebens, die im Element Erde nach einem Zwischenstadium der Anpassung und Abgleichung von Ich und Welt (6 oder Jungfrau) in Steinbock endgültig ihre Gestalt annimmt. Zeit ist zwar abstrakt, hängt aber als Phänomen immer mit Raum zusammen. Man kann sie mechanisch messen. Oder eben daran, wie sich Menschen und Dinge verändern. Diese Folgen der "Zeit" machen ihre Sichtbarkeit aus.  

In den drei Erdhäusern und -zeichen findet sich jedenfalls alle zur Erkenntnis solcher Erscheinungen nötige Materie. Samt dem, was wir mit Hilfe von Energie (Feuer), Gedanken (Luft) und Gefühlen (Wasser) zu Materie (Erde) machen können. Wie jedes der Mittelhäuser/-zeichen in jedem der vier Quadranten (Körper-Energie +  Emotion-Kreation + Geist-Begegnung + Gesellschaft-Transzendenz) beschreibt Haus 2 Existenz. Das, was wie ist. Mit all seinen Begrenzungen.

Im fixen Existenzkreuz, wo Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann angesiedelt sind, geht es immer um Gestaltwerdung der vorherigen kardinalen Energien. Sie werden hier zu Inhalten fixiert. Das 2. Feld markiert als Startpunkt dieses Verstofflichungs-Zyklus vor allem unsere Gaben und Grenzen. Das, was wir besitzen. Das, was wir in der Welt sind. Nur wer sein Revier kennt, kann sich auch darin zurechtfinden.

Während das 1. Feld (oder Widderprinzip) die Außenbeleuchtung des Charts anknipst, in dessen Scheinwerfern die Umwelt blitzschnell den Grundriss einer Persönlichkeit (plus der ungerichteten Energien, die außen Struktur suchen) erkennt, beginnt im 2. Feld der lange, mühsame Weg der Formgebung. Hier findet sich noch ganz roh alles, was im Leben später – als speziell zu uns gehörig - Gestalt bekommen soll und wird:

Farben, Düfte, Geschmack, Geräusche, Texturen. Geschenke, Können, Besitztümer und Werte – das, was die fünf Sinne später (Haus 6 oder Jungfrau), als „wirklich“, praktisch und faktisch wahr erkennen werden. Jene Sorte Realität also, auf die man sich unter kulturell und zeitlich Gleichgestellten durchaus einigen kann. Das 2. Haus ist wie das 1. und 3. erlebbar.

Stier und 2 beschreiben so die Beschaffenheit unsere ganz persönlichen Materie. Die reine Substanz aller Gaben, die wir von Geburt an mitbekommen haben. Stoff, den die private Wirklichkeit webt. Das, was bleiben kann. Wenn wir es entsprechend nutzen und in Steinbock oder 10 zur Bestimmung und Bedeutung bringen.

In Haus 2 und den Stierfaktoren ist außerdem der Claim abgesteckt, innerhalb dessen Verwurzelung stattfindet und Selbstwert sich entwickelt. Das genetische Erbe (der Sippe oder Herde), unsere ererbte Ausstattung, spielt auch eine große Rolle. Haus 2 umreißt das eigene Revier, wo wir auf den Knochen der Ahnen gehen. Erst im nächsten Erdzeichen- und -haus, dem 6. oder Jungfrau-Prinzip, wird diese Grundmaterie sich dem „Dienst nach Vorschrift“ einer größeren, relativen Realität unterordnen. Hier findet Anpassung an Umweltbedingungen statt, die im Stier noch keine Rolle spielen. Insofern ist das 2. Feld paradoxerweise zwar gebunden, aber auch frei.

Das Gefängnis der Dinge, die sein Thema sind, gilt vielen bereits als Startblock einer begrenzenden Festlegung. Auf die Physis, den Körper und das, was ihm zusteht. Stellen wir uns aber einen Moment lang ein Kunstwerk vor. In 2 liegen ja auch die handwerklichen Fertigkeiten als Anfang jeder Kunst. Wenn Realität also die Leinwand wäre, befände sich in Haus 1 oder Widder jeder Anfang. Zum Beispiel der Impuls, zum Pinsel zu greifen. Haus 2 dagegen enthält nun alles Material, das dazu nötig ist.

Eben jenen Pinsel, die Farben, den Wunsch, etwas abzubilden, einen Block. Streng genommen sogar den möglichen Maler selbst, der als Schöpfer dessen, was in Haus 3 dann Bild genannt wird, auch Anteil der Eigenschaften des Werks ist. Dieses 2. Feld oder Zeichen beschreibt damit schon jede Option, die dem Impuls aus Widder an Gestaltung oder Formgebung zur Verfügung steht. Die er verbrauchen kann. Bis in die feinsten Verästelungen der Beschaffenheit von Materie. Ihre Wurzeln, ihren Urgrund.

Das . Prinzip wird damit letztlich sogar zum Stoff, aus dem alle Träume sind. Wenn sie das Zeug dazu haben, überhaupt irdisch zu werden. 

Je nach Zeichen, das an der Spitze des Hauses steht und den Bewohnern, die wir in Form von Planeten dort finden, gestalten sich danach auch die Eigenschaften des späteren Gemäldes. Schon jetzt können wir ihre Energie (Haus 1) spüren, die Herkunft auslesen (2) und eine Funktion (Haus 3) bereits ahnen.

Was das Grundlegende eines Horoskops angeht, funktioniert der 1. Quadrant einfach wie ein Satz: Wenn das 1. Haus oder der mundane Widder das Subjekt (Ich) und damit die Wer-Frage darstellt und Haus 3 die Funktion im unmittelbaren Umraum beschreibt (erlebe), ist Haus 2 das Objekt oder die Was-Frage: einen schönen Film. Ich erlebe einen schönen Film heisst in diesem Fall die schnelle Botschaft der ersten drei Häusern des Charts.

Die restlichen neun Felder beschreiben exakt die näheren und ferneren Umstände dieser Aussage: Mit wem erlebe ich das? Wo? Gern oder ungern? Was hat es für eine Bedeutung? 

Wie sich der Vorgang auf einer teilbaren (realen) Ebene weiterentwickelt, wird dabei ab 2. Haus oder Stier durch die anderen Erdhäuser beschrieben: In 6 und Jungfrau erfahre ich mit den fünf Sinnen die Umwelt (das Kino) und passe mich ihr an (verhalte mich während des Films rücksichtsvoll und ruhig, da sonst in 7 Reaktionen anderer drohen) und erfahre in 10 und Steinbock ein Ergebnis der in 1 begonnenen Aktion. Sprich seine Bedeutung: Der Kinobesuch war befriedigend oder nicht, er deckte sich mit meinen Erwartungen oder nicht und vor allem: Er ist zuende. Im Steinbock kommt das zum Vorschein, zu was Zeit die Gegenwart macht. Er beendet und erschafft eine Vergangenheit. Zu der Ereignisse erstarren. Handfestes Ergebnis unserer Welt der Dinglichkeiten.   

Erstmalig im Tierkreis entspricht das 2. Prinzip zusammenziehenden Energietendenzen. Die Rhythmenlehre nach Wolfgang Döbereiner nennt sein Prinzip auch Selbstabsicherung. Im Gesamtsystem der astrologischen Sprache stellt das 2. Feld gewissermaßen die Adjektive, die Eigenschaftswörter dar: Wie ist die Welt? Bunt! Wie ist das Leben? Gräßlich. Wie riecht die Blume? Süß. 

  1. Bodyguards des Substanziellen

Da in jener Beschaffenheit, von der Stier und Haus 2 spricht, auch alle Möglichkeiten des Einzelnen liegen, trifft man hier besonders das Schützenswerte an. Dieser Ecke unserer astrologischen Wohnung ist unser persönlicher Sicherheitsbereich.

Hier begegnen wir nicht nur unseren speziellen Wächtern, den Bodyguards eines individuell maßgeschneiderten CIA. Sondern auch den Inhalten, die es mit den privaten Zäunen und Mauern, mit Haben, statt nur mit dem Sein zu tun bekommen. Hier wird verteidigt auf Teufel komm raus. Denn es geht um nicht mehr oder weniger als blankes Überleben. Denn das Stier-Prinzip symbolisiert eben auch die Genetik, jedes physische Zell-Erbe, das gestärkt und lebendig bleiben soll, um die Herde abzusichern.

Das 2. Haus oder Stier wird (wie Waage, welche geistig begegnende Bilder beschreibt) von Venus beherrscht. Deshalb bereitet sich dort auch die allererste Begegnung mit dem Du und den Anderen vor. Denn, alles, was nicht Ich heisst, wird in 2 oder Stier zum ersten Mal unterschieden. Dadurch, dass ich weiß, was anders an mir ist, wo ich anfange und aufhöre, begreife ich die Identifikationen meines Selbst. Allein auf dem Boden unterschiedlicher Substanzen, die mir und anderen eigen sind, erkenne ich, dass und wie anders genau das andere ist. Ich habe einen Körper. Ich habe eine Grenze. Also bin ich auch.

Dementsprechend geht es auch darum, woran wir haften, was wir unbedingt behalten oder erreichen wollen. Weil wir ahnen, dass wir uns sonst selbst verlieren würden. Dahinter verbirgt sich ein gewisser Fanatismus, wie man ihn nur vom Pluto gegenüber (Skorpion) kennt. Allerdings zeigt sich die besessene Venus als Herrscherin von 2 oder Stier physischer, in einem verbissenen Anklammern an Sachen. Genauso wie auf dem anderen Pol der 2/8-Achse aber höchst existenziell.

Man mag es kaum glauben, wie heftig sich das auswirken kann, wenn man allein die dem Stier nachgesagte Bequemlichkeit und angebliche Sozialkompatibilität glaubt. Aber in dieser Hinsicht ist durch Populärvergröberung über Jahrhunderte immer mal wieder einiges durcheinander geraten. Denkt man an Persönlichkeiten mit starken Stellungen im Stier (Hitler), wird klar, wie sehr sich die fixen Qualitäten schlußendlich doch in ihrer Fixierung auf Kontrolle ähneln. Bei allen vier Zeichen, die ins Überlebenskreuz gehören, geht es immer wieder auch um demonstratives Beharren (nicht umsonst heißt es "fix"!) auf Besonderheit, Individualität (selbst beim Gesellschaftszeichen Wassermann) versus Aufgehen im gemeinschaftlichen Ganzen.

Daneben entstehen Dauerkämpfe um Haften und Lösen. Während im Stier das Haften an Substanz und Substanzen und Skorpion die Lösung davon symbolisiert wird, dreht es sich beim Löwen und Wassermann eher um die Haft des seelisch eigenen Kerns oder eine Trennung davon - zugunsten der Demokratie der geistigen, vielen Kerne.

Weil Haben & Halten uns aber nun mal mit fixen Betonungen so überlebensnotwendig erscheinen und wir ohne unsere Eigenschaften oder Sachwerte nicht mehr der Mensch zu sein scheinen, für den wir uns halten, ist das Stierprinzip ein Lebens-Urgrund. Das Ich wird hier gern auch auf ein Ding übertragen. Objektfixierung nennt man das in der Entwicklungspsychologie. Damit beginnt aber nicht nur etwa vermeintliche Abstieg in die finstere Welt des rein Materiellen, sondern im Grunde sogar jener in gar nicht mal so unnütze Abstraktion.

Denn das fixe Kreuz endet ausgerechnet beim Wassermann. Dem letzten der geistigen Luftzeichen. Hier feiert das Abstraktionsvermögen bekanntermaßen seine Partys. Abstrahieren heisst abziehen oder zurückführen, meist auf etwas, was sich verallgemeinern und vom Persönlichen abheben lässt. Es ist letztlich nur ein Bild für größte, nur gedachte Vereinfachung. Was erklärt, wieso sich Stier und Wassermann so passend spiegeln. Dort gehört allen alles, weil niemandem nichts gehört. Hier alles mir. Dort findet letzte Differenzierung, weg vom Ich, als Objektivierung, Abwehr des Subjektiven statt. Hier erste Differenzierung des Stoff allein Seins an sich, vor der Subjektivierung des Löwen im Menschlichen.

Der Stier ist insofern als Zeichen auch brutal, weil vor-individuell. Es geht um die Gattung. Nicht um den Einzelnen. Auch wenn sich das Sprachrohr des Zeichens und Hauses "Ich" nennt, agiert es für das Überleben, nicht für die Person. Das macht bei genauer Überlegung einen Riesenunterschied. Die sich wiederum im gesellschaftlichen Denk-Bezug des Wassermanns als Positiv wiederfindet. Alle drei Zeichen des ersten Quadranten sind insofern evolutionsbezüglich. Nicht persönlichkeitsfixiert, wie ihnen oft nachgesagt wird. 

Das Begehren, das Habenwollen, das sich als Analogie durch das 2. Prinzip zieht, ist dabei eine der negativen Auslegungen einer Überlebensstrategie. Anhaftung an Sachen wird üblicherweise in der Welt der Objekte als absichernd empfunden. Mensch benötigt, um zu überleben eben Raum, Nahrung und Bewegung. Dazu braucht es den Körper (Widder), die Welt (Stier) und Funktion oder Bedeutungszuschreibung (Zwilling) des Körpers in der Welt. Welche als drei Grundpfeiler von Existenz Überleben ausmachen. Noch vor dem Seelischen (oder dem Empfinden), das in Krebs folgt.

Die Baby-Version von Entwicklung

Die Schnittmenge zwischen Stier - Haus 2 und Wassermann - Haus 11 ist größer als man auf den ersten Blick sehen kann: Im Spiegelzeichen des Stiers existieren prioritär keine Objekte. Aber wo kein Objekt, da auch keine Objektivierbarkeit. Darum bleibt Stier Voraussetzung für das große Talent des Uranischen sich abzuheben von den Dingen (Stier), dem Persönlichen (Löwe) und dem Konzepthaften (Skorpion als Emotionalisierung des Materiellen). Weit vor diesem Vogelflug in 11 aber findet stierübliche Anhaftung an Sachen noch ganz pur, naiv, rudimentär und quasi als körperliches Bedürfnis statt.

Die Aussage heisst: Ich brauche. Essen, Trinken, andere Körper und Gegenstände, mit denen ich meinen Körper schützen und aufwerten kann, damit er draußen überlebt. Demgegenüber ist Widder mutterseelenallein. Stier benötigt eine ganze Welt voller anderer "Dinge", als die er auch Menschen empfinden kann. In dieser Hinsicht ist das 2. Tierkreisprinzip völlig auf Erhaltung des Eigenen ausgerichtet. Eine Art Baby-Version cerebraler Entwicklung und Objektivierbarkeit.

Während Wollen als Widder-Verb daherkommt, sagt Stier: Haben!

Will haben geschieht folgerichtig auch erst durch die Verbindung der ersten beiden Zodiak-Prinzipien in Haus 2. Insofern stellt Stier sich auch bereits als kleinkindhafte, frühe Vor-Bedingung des 7. Prinzips dar, wo Venus ebenfalls Königin sein darf. Bedürfnisse erfüllen uns üblicherweise eher andere oder anderes als wir selbst, solange wir als Säuglinge des Tierkreises etwas noch nicht haben oder gut genug zu können glauben.

Während Waage oder 7 nun aber die wirkliche Begegnung mit dem Du, dem Gegenüber oder gleich der ganzen Welt beschreibt, treffen wir im 2. Haus als Korridor zum 3. (der Sprache und Ansprache) noch absolut vorsprachlich auf jene Eigenschaften, die uns mit anderen verbinden oder von ihnen unterscheiden. Stier ist das, was mich vom anderen abgrenzt. Ich nehme ihn zwar wahr, benötige ihn auch als Sozialsicherung, aber erkenne ihn nicht im Waagesinn.

Auf dem Boden des Zeichens oder Hauses muss es daher von Unterschieden nur so wimmeln. Da schützt es mich, dort stört es mich, hier hilft es mir, dort schadet es. Zusammen sind wir stark, heisst die Devise. Gemeinsam stehen wir es durch. Deshalb müssen gerade die Verschiedenheiten, die mich mich und dich dich sein lassen, zwanghaft gleich gemacht werden. So hat die Stierherde auch keinen Rudelführer, sondern höchstens eine Leitkuh. Hierarchie entwickelt sich erst im Steinbock aus der nur halbbewussten, existenziellen Notwendigkeit zu teilen im 1. Erdzeichen.

Reflexhaft entwickelt sich im Stier oder 2. Feld aber eine ungeheure Verschmelzungssehnsucht und eben jenes allererste, materielle Bewußtsein für das körperliche Du. Ganz anders als die Idee des Du in der Waage.

Ob Mensch oder Sache: Selbst beim Hut, Stock oder Regenschirm beschreibt das zweite Haus immer wieder die Substanz. Ist der Schirm aus Seide oder Kunststoff? Der Hut groß oder klein? Der Stock hölzern oder aus Vollplastik hergestellt? Stier besagt, ob der Hund mit den Qualitäten eines Pinscher oder eier Dogge geboren wurde, noch bevor er in 3 überhaupt so genannt wird. Dass hier eine gewisse Systematik als reine Möglichkeit bereits angelegt ist, die sich in 8 gegenüber dann zum Konzept-System Pinscher-Dogge verdichtet, hängt mit der Folgerichtigkeit der Achse Stier/Skorpion zusammen. Hier der Stoff, da sein konzepthafter Auftrag. Was in Stier als Stoff den Schirm erst möglich macht, fällt nach dem Durchlauf des kompletten Entstehungsrades später im Skorpion unter das Konzept eines Regenschutzes.

Stier oder 2 symbolisiert damit schon alle Eigenschaften des untersuchten Objekts, die sich in Jungfrau mit den Sinnen messen und im Vergleich zu konkret, substanziell greifbar Unterschiedenem als Kategorie im Skorpion messen lassen. Groß, klein, weich oder zart, dick, dünn – dafür muss es ein Verhältnis, eine Beziehung geben. Etwas ist größer, ärmer, langsamer, liderlicher als etwas anderes. Eben das Prinzip der Relation entwickelt sich schon hier, weit vor dem Merkurischen in Zwilling und Jungfrau. Da, wo Geist dann Sein und Funktionen erst benennt. Und faktisch zuordnet, ohne, wie beim 8. Prinzip, ethisch einzuordnen.

Mein Wert gegen den aller anderen

Im 8. Feld, dem skorpionischen Pol der Achse, stellt sich die Beschaffenheit des Anderen (im Gegensatz zu meiner) heraus. Seine Substanz, sein Besitz. Wenn 1 mich darstellt und 7 dich, ist 2 meins und 8 deins. 3 sind die eigenen, 9 die fremden Gedanken. Deshalb geraten die skorpionischen Konzepte oder Systeme (alle Skorpionbetonten sind Systemkundige) bei 9 oder Schütze auch gern in den Superlativ. Skorpion ist gut oder schlecht. Schütze besser oder schlechter. Bevor die Übertreibung im letzten Erdzeichen Steinbock erneut auf überprüfbare Realität zurückgeschnitten wird. Übertragen bedeutet Relation ja auch Beziehung. Was wiederum verdeutlicht, wieso Venus (zuständig für Stier und Waage) auch bei der Relationsbildung eine Domäne hat.

Es ist immer möglich, sich allein schon aus der Achse 2/8 heraus mit dem eigenen Kern zu identifizieren. Ex negativo. Was er ist, bin ich nicht. Was sie hat, will ich nicht. Ich möchte etwas zu meinem machen. Das Andere nämlich (was mir noch nicht gehört). Dabei finden sich alle äußeren Dinge und Zusammenhänge, die wir als Teil von uns begreifen (psychologisch: Introjekte) ebenfalls in dieses Feld. Insbesondere sind das die Zusammenhänge, wo wir einen eigenen Platz für uns beanspruchen.

Orte werden vom 2. Feld aus schon als „unsere“ kolonialisiert, bevor sie in Haus 4 oder Krebs zu seelischen Standorten werden. Die Sippe, der Verband, in dem wir leben ist ein solcher Platz, das Gefüge, in dem wir verwurzelt sind und einen Raum finden müssen. In 2 oder Stier entdeckt der Mensch die Grundlage des sozialen Geflechts, mit dem er einverstanden ist und das sich wiederum im Schattenzeichen (Spiegel) Wassermann verfeinert als dominierende Sozial-Gruppe mit Sozial-Ideen entwickelt.

Druck und Dogmen im Schutz der Sippe

Da nach Stier/2 und Jungfrau/6 der Erd-Kreis sich mit Steinbock/10 schließt und hierarchische Strukturen für eben diese freien Gruppen (Freundschaften, aber auch Gesellschaft an sich) in 11 bildet, bietet das 2. Prinzip mit seinem Eingebundensein in die genetische Matrix der Herde die Kernzelle des Sozialen. Gerade wegen der Notwendigkeit, den Schutz der Sippe zu suchen und deren Druck und Dogmen dauerhaft auszuhalten, kann Stier oder 2. Haus aber ausgerechnet genauso herzlich unsozial, isoliert und trennend wirken wie sein Spiegel-/Schattenzeichen Wassermann.

Für 2.-Haus- oder Stierbetonte bleibt es ein lebenslanger Prozess, diese ungeliebte, schattenhaft extrem stark angelegte (und unbewusst auch ausgelebte) Fähigkeit zu Isolation und Trennung aus dem 11. Prinzip für sich selbst zu akzeptieren und zu verdauen. Das heisst, wirklich zu kauen, schlucken und zu essen, inwieweit man sich zwar derart nach Akzeptiertwerden durch die Herde sehnt. Aber widersinnigerweise auch immer wieder als Individuum, mit jedem Seitenschritt, das Weggetretenwerden durch die schützende Gemeinschaft riskieren muss.

Stiere ähneln ihrem Spiegelzeichen Wassermann manchmal in beinah absurder Weise. Neben einem panischen, sozialen Opportunismus, um nicht draußen zu stehen, existiert immer mal wieder eine ähnlich spontane Schroffheit, Rebellion und große Radikalität. Trennungen sind in fast allen Stierverläufen des Daseins zu finden. Kein Stier will es. Alle müssen da durch. Viel häufiger, schärfer und deutlicher als andere fixe Zeichen. 

Die Schattenseite des Wassermanns

Nur sehen die meisten Stiere jene wassermännische Schattenseite selten klaren Auges so, wie sie nun mal in ihnen angelegt ist. Dabei spiegelt sich jeder Stierfaktor nun mal über den Frühlingspunkt auf das uranische Zeichen. Jede psychologische Schattennatur (und darum handelt es sich bei Stier und Wassermann) macht aber aus, dass sie sich selbst im Schatten nicht spontan erkennen kann. Da es sich um scheinbar absolute Gegensätze handelt. Schaut man sich allerdings stierische Geschichten genauer an, stößt man auch häufig auf extrem prägende Erlebnisse von wassermännischer Abtrennung, Revolte und Einsamkeit mit dominanten Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung.

Genauso, wie es bei Wassermannbetonung immer wieder zu massiven Versuchen (und unterschwelligen Bedürfnissen) kommen kann, sich endlich von der Herde stierisch eingemeinden zu lassen. Haus 2 oder Stier muss im Laufe seines Lebens eben Haus 11 oder Wassermann als seinen Schatten inhaltlich entwickeln und ausleben, bevor die eigentliche Geburtsqualität zur vollen Entfaltung kommen kann. Stierfaktoren, die nie das Trennende erlebt haben, werden genauso unzufrieden, wie Wassermannfaktoren, die ihre verdrängten Nähewünsche nicht entwickeln.

Immer geht es darum, dass die (unbewusst prägenden) Schattenzeichen in die Balance mit hineingenommen werden, bevor sich die sichtbaren Gaben des Grundzeichens konstruktiv auswirken. 

Für Stier oder Haus 2 heisst das auch, sich im Lauf des Lebens immer wieder trennen und dis-identifizieren zu lernen. Weil der unbewusste Wunsch nach Befreiung vom Herdenzwang so stark ist. Erst danach kann sich jemand mit Betonung des 2. Prinzips im Chart als objektiveres Individuum, das seine distanzierenden, selbst abgelehnten Tendenzen bewältigt und endlich integriert hat, zum freien Handeln im eigenen (meist ererbten) Verband wiederfinden.          

Bis dahin geht es jahrelang um Schutz und Sicherheit. Eine Hauptrolle des zu Schützenden spielt passenderweise bei diesem Prinzip Geld, das auch aus dem Bereich der Relationsbildung stammt und als wichtiges Symbol von Wert und Eigenschaften dient. Ohne Geld oder zumindest Handel mit Objekten (aus dem Folgezeichen Zwilling) ist Fortbestand stets unsicher. Deshalb beantwortet eine genaue Analyse des 2. Feldes auch sehr präzise, wo wir arm und wo wir reich sind. Daneben gibt sie Aufschluss über körperliche Komfortzonen: Wie nah darf uns das oder der Andere, an den wir uns gegenüber, in 8, gebunden haben, eigentlich kommen?

Als Oppositionsfaktor zu Skorpion stellten sich Stier oder 2 in dem Zusammenhang gern mal die Nackenhaare auf. Denn für dinglichen Wert und Werte wird es dort drüben, in Plutos Tiefen, wo man so asketisch sein kann, vermeintlich gefährlich. Die Abgründe komplizierter Ethik machen Haus 2 (Ich habe – du nicht!) immer gern einen Strich durch die manchmal allzu platte Rechnung. All das, was uns da zu verbindlich und konzepthaft als ganz „anders“ begegnet, scheint den Prinzessinnengemächern des 2. Feldes eben zu hart und bedingungslos.

Dabei ist es die Frage der ganzen Achse, die aus stierischen Besiedelungswünschen erst eine gemeinschaftlich besiedelbare Welt machen könnten. Was gehört mir, was den anderen? Ist deins genauso wertvoll wie meins? Sich damit auseinanderzusetzen, nimmt erst mal niemandem etwas weg. Um unseren natürlichen, physischen Bequemlichkeitsbereich des 2. Hauses bauen wir dennoch vorsichtshalber sämtliche verfügbaren Zäune, damit uns nicht zuerst Pluto (Was du hast, bist du gar nicht!) und zuletzt Neptun mit seiner gründlichen Entwertung alles materiell Wertvollen die Lebensbilder stiehlt.  

Darum steht 2 oder Stier immer eine reichliche Batterie an Abwehranlagen zur Verfügung. Wie sie aussehen, besagen Zeichen oder Planeten im 2. Haus: Physische Mauern (Steinbock-Beteiligung), Zäunchen (Jungfrau), ganze Palisadenanlagen (Schütze), Elektrozäune (Wassermann), Selbstschuss-Erfindungen (Zwilling) oder Wassergräben (Fische). 

  1. Persönlicher Schutz und seine Fingerprints

Der eine stabilisiert, schützt und sichert sich tatsächlich über Geld oder Werte (Venus/Stier in 2), ein anderer über Kraft und Kampf (Mars/Widder), Einfälle und Funktionen (Merkur/Zwillinge), Empfindungen (Mond/Krebs), Individualität (Sonne/ Löwe), Dienstbarkeit oder Anpassung (Merkur/Jungfrau), Begegnung (Venus/Waage), Konzepte und Ethik (Pluto/Skorpion), Visionen plus Unerreichbarkeit der Superlative (Jupiter/Schütze), Struktur und Maßstäbe (Saturn/Steinbock), die Vogelperspektive (Uranus/Wassermann) oder sogar über den heimlichsten, aber in 2 deutlich erkennbaren Tresor der Isolation, die aus Träumen, Fluchten oder – schließlich – der altruistischen Rückkehr in die Welt und aus deren Transzendierung besteht (Neptun/Fische).

An Zeichen und Mietern des 2. Hauses und zugehörigen Positionierungen im Chart kann aber nicht nur die Art des Setzens von Grenzen (physisch und psychisch) abgelesen werden, sondern auch das Kostbarste selbst, das wir haben. Was in 2 zur Materialisierung kommt (oder wegen einer Identifikation mit destruktiveren Planetenanteilen eben versucht zu blockieren), ist persönlich für den echten Verdienst meist Gold wert.

Unsere Grenzen sehen damit letztlich immer so aus wie das, was sie begrenzen sollen. Wer sich unsicher über die Art seines Schatzes ist, kann an der Gestalt des Zauns schon lesen, was er sichert. Welchen wichtigen Teil des Selbst, der Weiterleben garantiert.  

Das Problem liefert immer Lösungen mit

Eine genauere Beschau des 2. Hauses setzt ebenso ins Licht, wie die Substanz eines Menschen der Welt erscheint. Und erklärt, ob wir von uns aus zu viel Bewusstsein für den Wert von Materie neigen. Oder sie stattdessen immer wieder bekämpfen. Stets liefert die Anlage und Aussage des 2. Feldes aber konkrete Anhaltspunkte für eine perfekt angepasste Lösung der Probleme mit, in die Mensch gerät, falls dieser Bereich des Schutzes und der Sicherheit klassisch „schlecht“ oder „schwierig“ aspektiert ist.

Sei es durch die Anwesenheit von sogenannten „Übeltätern“ in Bezug zu persönlichen Planeten oder durch eine Aspektierung, die Herausforderungen hervorbringt. Da Stier und 2 dazu dienen, Existenz auf spezifische, individuelle Art zu sichern, werden sie das (auftragsgemäß) auch immer tun. Es gibt letztlich gar keine Möglichkeit, sich dem zu entziehen. Alles was aus 2 kommt, wirkt sich am Ende positiv aus. Auch wenn sich das gar nicht gut anfühlt. Es ist ein Venus-Haus, mit Venus-Ergebnissen.

Aber man kann die Anlagen eben auch destruktiv leben. Saturn in 2 beispielsweise hat eine Range zwischen totaler Verarmung und höchster Klarheit in Besitzfragen. Lebt man das eine, muss das andere gar nicht erst eintreten. Wenn man dagegen die positiven Standards, die jeder Planet und jedes Zeichen beschreibt, gleich bewusst fokussiert, statt die negativen Ausformungen einfach passiv zu erleiden, wendet sich häufig der Zustand des Eigentums - und Selbstwerts überraschend schnell und deutlich.

In diesem Erdfeld konkretisiert sich jede Umsetzung tiefenwirksam und führt immer zu sichtbaren Ergebnissen. Was dem „Besitzer“ nicht lieb sein mag, wenn etwa Schütze oder Neptun dort das Haus bestellen. Sollten keine anderen Ausdrucksformen gefunden werden, die dem Plus-Pol der Planeten Rechnung tragen, wird eben beispielsweise bombastische Planung ohne praktischen Wert (Schütze) oder schieres Chaos (Neptun) realisiert und so als Zeichensymbol an der Person oder in ihrer „Aura“ sicht- oder besser: greifbar.

An das 2. Feld ist wegen seines genetischen Klebstoffes analogistisch auch die Sucht nach dem Leben (mit allen Freuden der Genussbezogenheit) gekoppelt. Die Angst vor dem Tod in 8 spielt ständig eine wenigstens genauso große Rolle. Denn keine Achse ohne beide Extreme. Während 2 und Stier stets 8 oder Skorpion intuitiv zu meiden versucht (wegen der vielen – auch geistigen – Tode), lehnt Skorpion im Gegenzug die klassische Völlerei und Besitzbesessenheit von Stier oder 2 ab. Womit er sich allerdings immer noch ex negativo aus ihr heraus definiert. 

Immer symbolisiert 2 oder Stier eine der Person gemäße, lebenssichernde Form des Seins. Das ist der Trost. Fühlt sich das phasenweise tatsächlich individuell „falsch“ an oder beginnen die Angelegenheiten des Lebens mit einem Mal schlecht zu laufen (weil z.B.  chronisch erhoffter Geldregen ausbleibt oder Talente – meist zeitgleich – vor sich hinwelken) befindet sich das Problem meist noch mitten in der Entwicklungsphase. Häufig unter Ausleben von Kompensationsformen einer an sich sehr passenden, rettenden Veranlagung, die durch Transite angetriggert werden.

Alles, was sein soll, wird hier zu Stoff

Wer beispielsweise Saturn in 2 (bei starker Stellung) als trotziges Beharren auf Gesetze von Verschwendung auslebt, wird dessen ordnendem Regulativ bald als Mahnbescheiden von Institutionen, Gläubigern oder Partnern begegnen. So wird die klassische Armut, wie sie für diesen Aspekt (im Ernstfall) beschrieben ist, zum Weg des Überlebens, der einen wiederum in einen positiven, aktiven Saturn-Ausdruck (Selbstdisziplin oder festigende Strukturen) treibt.

Wenn (besonders) Langsam-Läufer in diesem Haus ihre Doppelgesichter zeigen, ist fast immer Passivität oder Abwehr im Spiel. Vielleicht sorgt der Planet selbst bereits für eine gewisse Durchlässigkeit (wie Neptun), die dann „in Form“ kommen oder ihre Substanz materialisieren muss. Zur Erinnerung: ALLES, was in 2 steht, wird früher oder später zu Materie.

Bei Neptun kann das die Form der Formlosigkeit annehmen. Als sichtbares, greifbares, fühlbares Chaos oder tatsächliche Auflösung jedes festen Bodens, als lebenslange Erfahrung, dass alles, was wird, auch vergeht. Und damit zum kostbarsten Einsicht führen - dem Nicht-Haften an Materie, bei gleichzeitig größtem Respekt vor ihrer Wahrheit und Würde. Auch wenn sich das hehr, feingeistig und entwickelt anhört - gerade Neptuns Anwesenheit im Stierprinzip bringt aber häufig auch größte Verwirrung in alle materiellen Belange, mehr als den Betreffenden mit dieser Konstellation lieb ist. Wenn man für die Absicherung jeder Kleinigkeit, die sich (kaum stabiliert, schon wieder verschwunden) Bewusstseinsarbeit benötigt, gleicht das nicht gerade einem tollen Spaziergang durch die hängenden Gärten der Semiramis. Entwicklungschance hin oder her. 

Oft wird jedenfalls lange nach einem konstruktiven, angemessenen Ausdruck der Geburtskonstellationen in 2 gefahndet. Denn 2 und Stier aus dem Erdelement gehören nun mal zu den Zeithäusern und -zeichen. Jeder Fortschritt auf ihrem Boden benötigt Tiefe und Breite, sofern er nicht direkt und praktisch ist. Also aus der unmittelbaren Domäne des Feldes selbst stammt. Immer wieder wird auch hier (Venus als Herrin wie bei 7 und Waage) zu schnell Notwendiges projiziert. Bevor irgendwann die Ereignisse oder Menschen, die „Dauertransite“ zum Feld oder Zeichen bilden, aus ihrer Spiegelfunktion für Eigenes entlassen werden.

Venus als bodenständiger Ausdruck des Uranus

Erst dann kann es nämlich zur Integration eigener Haus-2-Belange oder Stier-Problematik kommen. Venus sichert letztlich immer, dass sich die Knoten in 2 oder aus ihren Bereichen auch irgendwann lösen. Insofern ist das 2. Haus oder der Stier auch das SOS- oder Mayday-Prinzip des Tierkreises. Mit einem Auftrag, sich in seinen Belangen weltlich, konkret, korrekt (hier hat alles Folgen) und stabil durchzusetzen. Gerade darum kann es aber auch auf alles Nicht-Greifbare wie eine buchstäblich sehr ungepflegte Wiese wirken. Als Spiegelzeichen muss Stier der Verworrenheit des Uranischen einen handfesten, weltlichen Ausdruck und Anstrich geben, unberechenbarer, als es der Welt manchmal lieb ist. 

Ungelöstes aus Stier oder 2 überwuchert dann schnell sämtliche andere Chartfaktoren, die sich auf Dinge beziehen, die nicht von dieser Welt sind. Besonders dann, wenn man sich den 2.Feld-Prinzipien gar nicht widmen will. In diesen Bereichen kommt wie in 6 oder 10, bzw. bei Jungfrau-Merkur und Steinbock-Saturn, jedem bewussten, ordnenden Eingriff durch Gestaltung des Eigenen überraschend großer Wert zu. Paradoxerweise (in 2 steckt auch der instinktive Geschmack und Stil, der in 7 oder Waage seine ästhetische bzw. geistige Ausprägung findet) entsteht im wilden Wuchern sogar manchmal eine gewisse wilde Schönheit der Bedrohung, die einen später in die Entwicklung treibt.

Verunsicherung statt Be-Reich-erungen also (für Fische als wirkliche Spiritualität ist Stier das 3. Haus des Ausdrucks und für Fische Stier das 11. der Objektivierbarkeit aller Spiritualität durch Materielles). Szenarien in den Lebensverläufen derjenigen mit starken Stier- oder 2. Hausfaktoren sind gar nicht so selten, die über beschädigten Selbstwert zur notwendigen Anpassung (6. Haus) bis hin zur Entscheidung auf dem Boden eigener Masstäblichkeit (10. Haus) führen. Bestenfalls zielt dieser Prozess darauf ab, das brennende Problem zu lösen, wie sich die Bedürfnisse des Selbst mit denen der Herde abgleichen lassen. Oder sie eben ganz zu verwerfen, indem man zuvor in die Schattenwünsche des Wassermann nach Trennung geht. Beides legitime Stufen zu einer Integration des Stierprinzips.

Denn wo er im Steinbock oder 10 irdisch verregelt und etwas zur Bestimmung bringt, paßt sich bereits in Jungfrau oder 6 Mensch durch angemessenen, hilfreichen Dienst (zugunsten der Umweltbedingungen) seiner Gegenwart an. Wobei Stier- oder 2.Haus-Betonte oft erst das ganze Paket der drohenden Vertreibung aus der Herde benötigen, um ihre bombastisch persönlichen Seelenwünsche (Löwe als 2. Station im fixen Kreuz und 4. Haus des Stieres) mit geheim gesuchtem Individualismus und Geltungsdrang soweit zu kappen, dass sie auch mit Individualprinzipien überleben, ohne in Sippenhaft zu kommen.

Ein hartes Brot, weil dazu erst die starken, heimlichen Schatten von Wassermann/Löwe in sich benannt, erkannt und zur Wiedereingliederung verwandt werden müssen. Bevor sie als Anteil des Selbst EIGEN integriert und für die Herde nutzbar gemacht werden. Manchmal ist dieser Schutz der Herde, den das 2. Haus oder Stier physisch braucht, aber sowieso nur ein projiziertes Konzept aus dem Reich des Gegenpols Skorpion und des Plutos. Das einzige Konzept, das ein zweites Haus (isoliert) im Wertebereich sonst kennt, bleibt in seiner unerlösten Form das berüchtigte Dogma des: Ich mache zu Stoff, also überlebe ich.

Diese Praxis wird verteidigt, bis sich das emotional Systembesessene aus Skorpion oder 8 auch für ein bewusstes Stier- oder 2.Haus-Prinzip erschließt. Und was für eine Überraschung: Es stellt sich oft dann erst heraus, dass dem Schutz der Herde einfach ein Begleitmodell plutonischer Ethik fehlte, um auf individuellen Boden, jenseits von nur eignem Nutzen als Herdenmitglied zu funktionieren. Statt nur reich zu sein, schafft man sich dann mit kreativer, individueller Energie (Löwe/5) ein bereicherndes Konzept (Skorpion/8) und wird durch altruistische Ideen und objektivierende Fernsicht damit gesellschaftlich nützlich (Wassermann/11).

Kommt es aber nicht zu einer vollen Integration dieser Sinnhaftigkeit des Existenzkreuzes, strampeln sich Menschen mit betontem 2. Haus oder Stier oft grotesk ausgeprägt im Hamsterrad der negativen Auswirkungen ab. Auch das Negative wird ja hier zur Wirklichkeit, bzw. zeigt sich materiell. Es finden sich dann Störungen des Wohl-Seins (2), der Verwurzelung und realen Absicherung bis hin zu großen existenziellen Krisen (mit Todesängsten = Skorpion/8). Dazu kommt ein löwehaftes Aufbäumen mit mühevollen Versuchen, die Individualität (5) zu etablieren und vor allem extreme Distanzierungen (Wassermann), Ablehnungserlebnisse durch die „Herde“ und Aufstieg und Fall innerer Reiche. Immer wieder symbolisiert das Leben in diesem LKreislauf ab  oder Stier Stationen von Löwe (Individualisierung), Skorpion (Konzeptualisierung) oder Wassermann (Trennung), bevor das volle Stierpotenzial des Schützens, Nährens und Sicherns für sich konstruktiv erlebt wird.

Übrigens kann man in diesen Überlebenskreislauf mit Betonungen in jedem der fixen Zeichen an jeder beliebigen Stelle einsteigen. Solche Muster führen letztlich gerade den bindungswilligen Menschen unter Stier oder 2 häufig in die letzte Station vor der Ganzheit, jene extrem schmerzhaften Brüche mit Herkunft (oder jedem herkunftsähnlichen Verband), die er so sehr fürchte..

An diesen Punkten entstehen dann auch wieder und wieder die berüchtigten Selbstwerteinbrüche, die für Haus 2 oder Stier so typisch und nötig sind. Erst nach der Integration der anderen (auch bei fehlender restlicher Zeichenbesetzung im Kreuz immer dominant auftauchenden fixen Themen), entwickelt sich ein wirklich kongruentes Wertempfinden des Eigenen. Das dann endlich ohne Not oder äußeren Zwang für das evolutionäre Überleben nutzbar gemacht werden kann.

  1. Muster lesen: Werte und Selbstwert

Alle Themen, die sich im 2. Feld oder unter dem Signum des Stiers finden, werden schnell musterhaft. Kein Wunder, weil das persönlichste Erdzeichen immer auch direkt in das folgende desselben Elements führt. Hier: In die Jungfrau. Insofern haben alle Erdfaktoren einen starken Hang, sich zu funktionalisieren. Die Verhaltensgewohnheiten des 2. Prinzips bestehen oft aus kreisenden Lebenstechniken von: "Habenwollen" (Stier), „Sich feiern“ (Löwe), „Moralisieren“ (Skorpion) und „Alles stehen und liegen lassen“ (Wassermann). Das überzeichnet im Verhalten den eher weniger hilfreichen Pol des fixen Überlebenskreuzes.

Ein konstruktiveres Muster zum Selbstschutz und Schutz der anderen kann sich in folgendem Verlauf zeigen:  „Durch Werte sichern“ (Stier), daraus „Eigenes kreieren“ (Löwe), darauf basierend „ein eigenes, ethisches System umsetzen“ (Skorpion), um sich schließlich "Ausgleich von Gegensätzen/gesellschaftlicher Erneuerung" (Wassermann) zu widmen.

Im besten Fall wird so ab 2 oder Stier ein neuer Wert in die Welt entlassen, der aus Stier entstand, ihm aber ab Wassermann nicht mehr gehört. Sondern nun nur noch der Gesellschaft, auf die sich die 2.häusige Herdenverbundenheit übertragen hat.

Auch beim Selbstwert geht es letztlich immer nur um Besitz. Ich gehöre mir und keinem anderen. Das ist Stier. Oder Haus 2. Ohne Selbstwert keine Selbstsicherung, ohne Selbstsicherung kein Überleben des Einzelnen und der „Art“. Ab dem 2. Tierkreis-Prinzip entfaltet sich gleich die ganze Grundlage der Evolution (nach der Betrachtung der schieren Energie und ihrer Bewegung im Widder oder 1. Haus). Denn hier drängen sich die Beutetiere – im Gegensatz zum Wolf, dem Jäger in 1 – immer so zusammen, dass Räuber nicht bis zum Besitz vordringen können. Auf diese Weise bleibt innerer Eigenwert ebenso erhalten wie die äußeren Werte, die ihn spiegeln.

Ist das 2. Feld traditionell „schwach“ oder konflikthaft besetzt, zeigt sich oft auch, dass Mensch allzu leicht ins Empfinden abrutscht, der Eigenwert wäre bedroht. Manchmal sogar gekoppelt mit dem Gefühl, jemand versuchte tatsächlich Diebstahl der äußeren Werte. Ein Hauch von Paranoia liegt immer in der Luft, der dann oft genau das provoziert, was er vermeiden will. 

Wir lernen in Feld 2 außerdem, Begabungen und unsere Beschränkungen sehr wörtlich zu nehmen. Wo naturgemäß die Substanz (und damit Vergegenständlichung) des Selbstwertes sitzt, kommt es gern mal zu Phänomenen wie dem Kontosturz: Bricht der Selbstwert ein, brechen die Kontostände. Oder: Stimm-, Kehl-, Schilddrüsen-Problemen oder Halsinfektionen (Stier/2) begleiten manchmal eine brenzlige Finanz- oder Selbstwertlage. Oft wird erst aus solchen Somatisierungen und Symptomen ersichtlich, dass anlagebedingt ein Problem mit der Würdigung eigener Wertmaßstäbe besteht.

Ein sehr „schwaches“ 2. Feld erkennt man physiologisch häufiger auch an einer brüchigen oder sehr leisen Stimme, kleineren genetischen Problemen in der Ahnenreihe und spontan schwer materialisierbarer, sprich magerer, finanzieller Energie. Ein überhöhtes Gefühl für Eigenwert spiegelt sich dagegen auch in ambitionierten Geldambitionen, zu lauter Sprechweise und starker Tendenz, sich immer wieder gegen alles abzugrenzen oder rückzuversichern.

Bis hin zum Zustand der Wände und Türen der eigenen Wohnung (sowie der Tendenz, sie offen oder geschlossen zu halten) sind die Symbole des 2. Hauses (gerade wegen seiner Praxisbezogenheit) über materielle Gewohnheiten gut ausdeutbar. Wer kurz- oder langfristig für direkte räumliche Geschlossenheit sorgt, schützt Eigenwert und Überleben. Psychisch oder physisch. An der Beobachtung des Aszendenten- oder Meridian-Laufs über die eigenen 2. Haus- oder Stier-Komponenten kann man die eigene „materielle“ Offenheit als Experiment einen Tag lang sehr schön und präzise nachvollziehen.

Wie man sich bettet, so verdient man auch

Eine famose Möglichkeit, Feldversuche bei längeren Transiten mit 2.-Haus-Bezüglichkeit zu machen: Man beobachtet, wie und wo man schläft. Schlaf (oder Unbewusstheit wie bei Kleinstkindern = Neptun) braucht archetypisch den meisten Schutz. Ein starker Neptun benötigt, übersetzt, die Venusbeteiligung, um geerdet zu sein und nicht in Auflösung, Irrealitätszustände oder schwer revidierbare Trennungen zwischen Psyche und Physis (Verrücktheiten) zu verfallen. Mystische Inhalte brauchen dementsprechend immer auch die unzerbrechliche Form eines körperlichen Gefäßes.

Aus den Umständen, unter denen man sich bettet (eingewickelt, deckenlos, bei heruntergezogenen Rolladen etc.) wird daher häufig der Zustand des 2. Hauses ersichtlich. Gerade die ersten drei Häuser des Horoskops, die so sehr zur Verkörperung und Verdinglichung neigen, machen auf dem Gebiet der Analogiebildung ein weites Feld zum Praktizieren auf. Denn was nützt das beste Wissen über die Planetenprinzipien, wenn man dann die buchstäblichen Auswirkungen bei sich und anderen nicht erkennen kann? Vergegenständlicht werden hier mehr oder minder alle Themen, die in den „Wurzelbereich“ des Charts – Selbstdurchsetzung, Selbstschutz, Selbsterklärung oder –sinnzuschreibung - gehören. Sie lassen sich lesen wie eine Landkarte.

Das Thema innerer und äußerer Wurzeln, das Standfestigkeit im Dasein ausdrückt, hat dabei die am leichtesten nachvollziehbare körperliche Bedeutung. In 2 stößt man aber eben auch auf die schon genannte eigene genetische Ausstattung. Das fixe Kreuz, aber besonders Venus und Pluto, sind auch für die Gene der Sippe und deren Veränderungen (Mutationen) zuständig. Sie stellen körperliches System, seelische Bezogenheit, geistig-emotionales Konzept und Veränderungsfähigkeit der Person dar. Wie bin ich angelegt, wie will ich werden?

  1. Kauen, schlucken, essen: LEBENS-Mittel in Haus 2

Und dann natürlich die Essgewohnheiten. Im Sinne vom Geschmack. Als Seitenzweig der „Lebensrettung“ fragt das 2. Haus: Was brauche ich an Nahrung, an Substanz und Flüssigkeit, um zu überleben? Auch hier hat sich gezeigt, dass Art, Form und „Konsum-Frequenz“ von Lebensmitteln (Mitteln, die ich zum Leben benötige) eng verwoben sind mit den anderen Stier-Analogien.

Vom Essverhalten oder der Ernährungsorganisation rückzuschließen auf den Konten- oder Selbstwert-Stand, ist kein Witz. Hapert es hier, hapert es auch da. Da das ganze Leben über Analogien und Synchronizitäten funktioniert, macht gerade das Verstofflichungsgebot des 2. Feldes da keine Ausnahme. Menschen mit einer Tendenz zu gründlicher Selbstorganisation und Achtsamkeit gegenüber den Bedürfnissen ihres Körpers (ohne „draufgesetzte“ Konzepte über Physis, die wiederum nach 8 gehören), haben häufig auch selbstsichernde, konstruktive Essgewohnheiten. Anders als die, deren materielle Instabilität sich auch in den Mahlzeiten (No oder Go) spiegelt. Mal mehr, mal wenig. Mal dies, mal das.

Im 2. Haus geht es nun mal um Faustregeln wie: Wer arm ist, hungert meist auch nach besserer (qualitativ hochwertiger) Nahrung. Und Liebe. Und nach Anerkennung. All das nur unzureichend zu haben, führt zu Selbstwertschwäche, die wiederum zu noch mehr Armut führen kann. Wobei die Frage nach Henne oder Ei astrologisch keine Rolle spielt, da ohnehin kein Einbahnstraßen-Prinzip vorliegt.

Psychologisch untermauern selbst Forschungen über Essstörungen die Analogien des 2. Hauses: Bulimiker(-innen) haben vielfach ein extremes Problem mit Grenzen. Sie geben großzügig alles, was ihnen gehört, um später alles wieder – im selben Maße „geizig“ zu sich zu nehmen, sobald die Existenz oder das eigene Bedürfnis bedroht wird. Magersüchtige machen sich körperlich so durchsichtig, dass scheinbar das Eigene, Begrenzte und Begrenzende nur noch in Form von Knochen (Saturn als letzte Grenze der Erdzeichen) ohne venushafte Substanz übrigbleibt. An solchen Zusammenhängen wird die Vielschichtigkeit von Feld 2 deutlich.

Wer über Stier oder Haus 2 schwächelt, kann sich auch tendenziell weder gut schützen, noch physisch mühelos absichern. Menschen mit starken Bezügen hier bekommen oft als Kompensation im Chart ein starkes Neptun/Fische/12-Prinzip mit, das die Materialisierung überall ausgleichen kann. Wo - umgekehrt - immer im 2. Haus die Begrenzung gefährdet ist und die Sicherheit (das Revier) damit nicht gewährleistet, besteht ebenfalls anderswo im Chart Übergewicht an aktiveren Faktoren. Meist zeigt sich in dem vermeintlichen "Fehler" in der Absicherung durch 2 nur der nötige Ausgleich von sonst zu starken Eigenschaften an anderer horoskopischer Stelle.

Deshalb sichert jede „Schwächung“ des Stabilitätsprinzips letztlich auch nur wiederum das Überleben ab. Über die auszugleichenden Faktoren allerdings rutscht der „geschwächte“ 2.Häusler gern phasenweise in die rettenden Konzepte (oder dogmatischen Moralvorstellungen) des 8. Hauses. Der „eigentliche“ Wert der persönlichen Maßstäbe (8 ist ein Wasserhaus!), die in Waage erkannt und in Skorpion verfestigt werden, pumpt sich dann zu sehr auf. Identifiziert mit dem emotional-geistigen Gegenpol von Stier oder 2, lässt sich praktische Umsetzung, Verwirklichung, Vergegenständlichung der Substanz leicht moralisch abwerten.

Wenn die besessene Vorstellung von der Allmacht der Ethik und dem Überleben des Prinzips in 8 keinen physischen Ausdruck (Stier oder 2) findet, kann es allerdings eine Errettung ZUM Leben hin nicht geben. Sondern höchstens die Erlösung vom Leben (inklusive von Allmachts-Fantasien, Heiligung der Vorstellung) bis zum fanatischen „Tod“ jeder Lebendigkeit und Vitalität aus dem 2. Haus.

Auch das „ethische“ Klischee (Geld stinkt eben doch!) stammt aus der Ecke eines überbordenden Pluto, dem das Gegenüber der Venus fehlt. Im fixen Überlebenskreuz stecken eben auch viele Doppelbödigkeiten. Zur Not betet man hier das empfindende Selbst (Löwe) an, statt dessen individuell kreative Zündfunken. Verlässt jede Objektivität, indem man sich einfach von allen abkoppelt, wo man mit altrustischen Ideen den Wassermann leben könnte. Bleibt in billiger Moral stecken, wenn Ethik (Skorpion) gefragt wäre. Oder bewertet eben alles Stoffliche über, statt Respekt vor dem Wert der Eigenheit (Stier) zu haben.

Solange 2. und 8. Haus (Stier und Skorpion, Stoff und Immaterielles, Essen und Hungern, Geld und Geldausgabe) kein Gleichgewicht haben – oder wenigstens nicht ins Gleichgewicht gebracht werden – wird die Lebensachse sich auch nicht lebensspendend auswirken können. Entwicklung entsteht nur durch Sammeln bis Loslassen, Verdienen bis Ent-Binden, Leben bis zur Vorstellung des Todes. Oder anders: Erst das Erkennen der Endlichkeit alles Objekthaften heizt Existenz an zur Lebendigkeit

Lehm formt der Töpfer zu Gefäßen
Das Leere darinnen macht das Gefäß.
Fenster und Türen bricht man in Mauern
Die Leere damitten macht die Behausung.
Das Sichtbare bildet die Form eines Werkes.
Das Nicht-Sichtbare macht seinen Wert aus

(Laotse: Tao Te King, Kap. 11)

Vom Faktor zum System                           

Alles, was der erste Quadrant eines Geburtsbildes beschreibt, kommt in die Erscheinung. Es ist vom dritten Quadranten aus, vom Gegenüber, dem Außen (das aus begegnenden Menschen besteht), deutlich sichtbar. Dieser Grobstoff unseres Seins sagt viel aus über die Fremdbilder, die wir der Welt bieten.

Im ersten Viertel dieses „Big Apple“ namens Horoskop steckt als „Little Apple“ schon die Gesamtheit unseres Seins. Alles, was unsere relative, bedingte Existenz als Phänomene ausmacht, in einer Welt, die sowieso nur aus den Schnittmengen gemeinsamer Wahrnehmung besteht. Und vor allem auch nur auf sie bezieht. Wenn überhaupt etwas an und in uns einen Anhaltspunkt für das bietet, was man Faktizität nennt, dann die Greifbarkeit des ersten Quadranten.

An der Stellung eines Hauses oder Zeichens in der generellen Häuser- oder Zeichenfolge wird deutlich, worum es bei den Inhalten geht. Diese Folge bezieht sich immer auf das selbe System. In jedem Quadranten sagt

Haus 1 (4/7/10): Was ist es? Und was eben nicht? (Kernfrage)

Haus 2 (5/8/11): Was steckt drin? Wie ist es? Oder eben nicht? (Beschaffenheitsfrage)

Haus 3 (6/9/12): Welche Funktion hat es? Oder eben nicht? (Bedeutungsfrage)

Die Inhalte entsprechen dabei den drei großen Kreuzen und der kardinalen, fixen und veränderlichen Qualität. Von daher besitzen die Mittelhäuser, zu denen das 2. Feld gehört, die festlegendsten Qualitäten:

Löwe/5 fixiert Empfindung (aus Krebs/4), Skorpion/8 fixiert Begegnung (oder begegnende Bilder aus Waage/7), Wassermann/11 fixiert verregelte Ergebnisse (Steinbock/10), indem er sie zunächst durch Opposition als erstarrt klassifiziert, um sie dann (per Revolution und Installierung neuer Ideen) endgültig der Vergangenheit anheim zu geben.

Ab Steinbock/10 ist im Kreislauf des Neuen, das zum Alten wird (Widder bis Steinbock) solange nichts mehr änderbar, bis Wassermann und Fische (letzte Auflösung) durchlaufen und damit weltliche Dinge transzendiert sind. Um im Widder wieder neu zu entstehen. 

Das zweite Prinzip sichert damit nicht nur jede Energie und schafft Bestehendes, sondern kennzeichnet auch alles, was sich in diesem Feld befindet, als unseren Bestand. Dieser passt mal besser, mal schlechter zur besonderen Funktion des Hauses.

Grundsätzlich leiten sich die Botschaften jedes Zeichen und Hauses aber immer aus der mundanen Häuser- oder Zeichendrehung ab, durch deren Systematik Eigenschaften sich voneinander ableiten. Hier deshalb noch eine kleine Zusammenfassung, wie die Bedeutungszuschreibung von Stier/2 grundsätzlich zustande kommt:

Stier ist immer das Haus 1 des Stierzeichens:

Deshalb besteht stets eine unmittelbare Identifikation mit Werten, es geht um verdichtende, begrenzende, sichernde Energie, die sich immer um Bewertung oder Wertigkeit des Stofflichen dreht. Das korrespondiert mit den Urteilen und seelisch/geistigen Klischees von 8 aus dem 3. Luft-Quadranten.

Zwilling als mundanes Haus 2 des Stiers:

Absicherung durch Denken und Handel, Abgrenzung oder Stabilisierung/Verstofflichung wird durch Ratio, Benennung, Ideen, Funktionalität für das Umfeld (alles Zwilling) vorgenommen. Kurzfristig wirksame, schnelle Ideen bringen Wertzuwachs. Jeder Einfall wird abgesichert und praktisch umgesetzt. Verdienst durch sichernde Einfälle und Selbstausdruck. Der Bestand/das  Sippendenken/die Substanz (Haus 2) von Stier ist generell vielschichtig, doppelgesichtig, zerfahren, flexibel und funktional (Zwilling) und muss von daher rational kolonisiert werden.

Krebs als mundanes Haus 3 des Stiers:

Denken über Gefühle, im Gefühlskontext, Empfindungen werden gedanklich verarbeitet, Gedanken „gefühlt“, Empfindung als Selbstausdrucksfaktor.

Löwe als mundanes Haus 4 des Stiers:

Die seelische Heimat ist sehr individuell, spezifisch, mit starkem Empfinden für eine Sonderstellung (aus der dann die Angst vor dem Herauswurf aus der Herde entsteht mit dem „Zwang“ sich anzupassen). Tiefster emotionaler Beweggrund ist immer ein überstarkes Gefühl des Persönlichen, der Individualität, das sorgsam – zum Teil sogar vor sich selbst – verdeckt wird (Haus 4 ist das Privateste im Chart – alle Wasserhäuser sind indirekt und „geheim“).

Jungfrau als mundanes Haus 5 des Stiers:

Dienen (oder Anpassung) wird zum Kreativitätsfaktor. Seine Fähigkeiten in den Dienst der Praxis zu stellen zur Freude. Krittelei und Sortieren des Gelebten hat etwas Spielerisches, Kindliches. Die Individualität im Verhalten zeigt sich sehr praktisch (Jungfrau) und vorsichtig. Lebenskraft ist absichernd und dient dem Erkennen von Risiken und Gefahrenquellen.

Waage als mundanes Haus 6 des Stiers:

Man stellt sich in den Dienst der Begegnung, passt sich aus Harmoniebestrebung an, begegnet und harmonisiert Praktikabilität, lebt besonders gern in harmonischer Anpassung oder konträr dazu in geistigen Alltagskämpfen. Beziehung ist ein Routibefaktor, der einfach mit zum Tagesgeschäft gehört.

Skorpion als mundanes Haus 7 des Stiers:

Konzepthaftigkeit als „größter Feind“ oder auch „bester Freund“, da sie das Individualitätsempfinden des Stiers aus dem mundanen 4. Haus sowohl zerstören, als auch auch steigern kann. Leidenschaftliche, existenzielle, loyale, kaum mehr scheid-bare Begegnungen und Vorstellungen. Begegnung ist immer verbindlich. Man trifft auf die eignen „fixen“ Vorstellungsbilder im Außen, Kämpfe „auf Leben und Tod“ um das Geld der anderen. Fühlt sich in Bindung (8.Haus) von anderen gezwungen (Projektions-Faktor).

Schütze als mundanes 8. Haus des Stiers:

Zugriff auf und Bereicherung durch Fremdheit und Besitz der anderen (viele Stiere oder 2.Haus-Betonte machen Geld über Auslands-Geschäfte eine oder durch Erbschaften!). Visionäre oder missionshafte Inhalte von Konzepten. Bereicherung mit System oder als Konzept. Verbindliche Bezugnahme auf Fremdes (das dann zum Eignen wird). Philosophischer Zugang zu Verbindlichkeit, fast religiöse Verbindung zu fremden Werten und Urteilen.

Steinbock als mundanes 9. Haus des Stiers:

Verregelung von Visionen, visonäre Maßstäblichkeit, Strukturprinzipien in Planung, Strukturierung als innerer Auftrag. Lebensphilosophie der Bedeutung und Bestimmung, Vaterreligion, Vermehrung, Superlativdenken und Bereicherung als "goldenes Kalb".

Wassermann als mundanes 10. Haus des Stiers:

Distanzierung (Trennungen, Revolutionen) als Ziel, das die Bindungszwänge an die Sippe ausgleicht und zu den besprochenen, häufigen Komplettbrüchen der Stiere mit ihren Lebenswelten führt, die so gar nicht in diesem Zeichen zu liegen scheinen. Integration der starken, aber unbewußten Schattenqualitäten des Wassermanns (Spiegelzeichen über 0 Widder!) als Lebensziel und Ergebnis. Bedeutung nur durch Brüche, Trennungen, Ablösungen oder Objektivität.

Fische als mundanes 11. Haus des Stiers:

Mutation aus den fixen Qualitäten des Zeichens durch Transzendierung und Auflösung jeder Anpassung, Relativierungen (Fische als fallendes Zeichen ist die letzte Relativierung), großer Altruismus gegenüber demonstrierter Hilflosigkeit oder jedem Schwächeren, Hilfsbereitschaft und fast mystischer Sinn für einen Ausgleich der Gegensätze – was sich aber auch durch Fremdeln bei allem Spirituellen zeigen kann.

Widder als mundanes 12. Haus des Stiers:             

Energieschübe werden verheimlicht, Tun um des Tuns Willen abgelehnt, Plötzlichkeit vermieden. Tatkraft, Kampf und aktives Wollen sind die geheimen Energiequellen und das spirituelle Movens, Aggressivität wirkt unbewußt und wird am allerstärksten verdrängt gelebt (daher die ihm selbst oft unerklärlichen Zornesausbrüche des „friedfertigen“ Stiers oder 2.Häuslers). Denn nichts ist für den unbewußten Stier gefährlicher, als eben diese mögliche Aggressivität der Herde. Sein Haus 12/Widder ist für das Sippenbild/Haus 2 ja wiederum das 11., das völligen Umsturz beinhaltet.

Das 2. Haus oder Stier steht insgesamt für den Beginn jedes sichtbaren Form- und Struktur-Zyklus. Nur aus Material kann Form entstehen. So wird Sicherung und Abgrenzung und Eingebundensein in die Herde zur Eizelle des Steinbocks oder von Haus 10. Stier oder Haus 2 stellen umgekehrt mundan wiederum das 5. Haus (ab Steinbock – und damit dessen Kreativität und Schaffenskraft) und Sicherheit/Substanz als kreativen Ur-Funken des Saturnischen dar.

Leere macht den Unterschied

Wenn, wie Laotse sagt, tatsächlich zwar das Sichtbare die Form eines Werkes ausmacht, das Nicht-Sichtbare aber seinen Wert prägt, findet sich im Prinzip der Herleitung der Zeichen ein Schlüssel zu dieser Einsicht.

Das Zeichen Fische spiegelt nämlich am besten jenes Numinose, Transzendente und Unsichtbare (den nicht-greifbaren, unangepassten Pol oder die „absolute“ - im Gegensatz zur relativ, faktisch wahrgenommenen – Welt). Für die Fische, also das Unsichtbare, ist ausgerechnet das Mundanzeichen Stier/2 das dritte Haus. Stier/2 symbolisiert damit den unmittelbaren Selbstausdruck des Neptuns. Da, wo er die größte persönliche Bedeutung für Menschen hat und sich als Substanz wiederfindet.

Eine Überraschung, da zwischen der absoluten Ungreifbarkeit der Fische (Neptuns/12. Feld) und den relativen Werten, der Wertzumessung, Selbstwert und dem Besitz des Stiers (Venus/2. Haus) nur schwer ein Bezug herzustellen ist. Wenn Stier oder 2. Feld der originäre Selbst-Ausdruck des 12. Feldes oder Fische ist, wird Venus damit zum Ausdruck von Neptun und Stier die Stimme der Fische.

So zeigt sich Wert als Eigentliches, was uns in 2 zugehörig ist: Der Ausdruck von Transzendenz und Spiritualität und diese wiederum als Inhalt aller uns bekannten, bedeutsamen Werte. Das Unsichtbare, die Spiritualität des Neptun, ist in der Zeichenfolge gleichzeitig als das dargestellt, wohin das 2. Prinzip sich immer verändert, wenn es das denn tut. Denn Fische sind für Stier Haus 11 - das Herausmutieren aus den stofflichen Umständen.

Die Bedeutungs-Leere, die in den Fischen symbolisiert ist, bekommt in ihrem 3. Haus Stier endlich Funktion und Sprache. So wird sie im 2. Prinzip des Tierkreises zum Faktor, der jede stoffliche und damit auch begriffliche (Benennung 3 kommt nach Substanz 2) Wirklichkeit zutiefst verändern kann. In Stier/2 findet sich von daher nicht weniger als der wahre Wert der relativen Wirklichkeit gegenüber dem Absoluten.

Meine Substanz spiegelt meine Transzendenz. Aus der Welt, die ich als meine betrachte, kann ich meine Spiritualität oder meinen eigenen Anteil am Numinosen, Unaussprechlichen ablesen. Auflösung (Fische) jeder Anpassung stellt außerdem den Wunsch (11.Haus) des Stiers oder 2. Feldes dar. Das Ziel aller substanziellen Werte. Oder anders, Transzendenz als notwendige „Aufhebung des Subjektiven“, wie Wolfgang Döbereiner das Wassermann-Prinzip, in dem für Stier die Fische stehen, einmal umschrieben hat.

So erst wird die verborgene Tatkraft des Stiers (mit Widder als 12. Haus) frei. Ein verdrängter, aber hoch-spiritueller Antrieb. Kreativ, urteilslos und nutzbar für ein im besten Sinne „wert-volles“ und schützenswertes Leben im Kosmos aller Wesen.

8. Stier/Venus/2.Haus praktisch: Bewohner und Atmosphären des 2. Hauses      

Widder oder Mars im 2. Haus:

Sicherung ist Kampf oder Kampf um Sicherung, Selbstwert und Grenzen. Manchmal dominieren hier bei Frauen Männer den Selbstwert. Oder man kommt aus einer männlich dominierten Familien-Linie. Energie für Geld einsetzen. Die klassische Grenzverteidigung (-sanlage). Agieren, um abzusichern und Dinge zu verstofflichen. Sich schnell angegriffen fühlen. Existenzielle Sicherung (Mars alter Herr des Skorpions). Kämpfe werden abgesichert. Wert hat nur Erkämpftes. Selbstwert-Gefechte. Kämpfe um (und mit) Verwurzelung. Bei Aggressionen manchmal Essen als Ersatz. Zuweilen Eigenaggression.

Stier oder Venus im 2. Haus:

Selbstwert als Selbstzweck. Großes Wertebewußtsein, oft finanzielle Absicherung ohne Bemühen. Dinge als Verlängerung des Selbstwerts empfinden. Vielfach auch Landbesitz in der Ahnenreihe. Luxus-Konstellation, aber ohne wirkliche Bedeutungszuschreibung. Dinge sind „einfach da“. Stabilisierende Selbstwert-Anlage. Isst gern. Wertzuwachs durch Beziehungen (materiell wie immateriell). Geld neigt dazu, sich anzuhäufen, ohne Fokus darauf. Bleibt bei dem, was er kann. Sehr sicheres Gespür für die eigenen Talente. Kann oft singen. Oder hervorragend reden. Verdienen durch Sprechen.

Zwilling oder Merkur im 2. Haus:

Ideen stellen Werte dar. Viele kleine Einfälle zu Geld machen. Werte hinterfragen. U. U. wohlhabende Geschwister, die – auch ohne das - bei dieser Konstellation wichtig sind. Funtionieren zu können ist an sich ein großer Wert. Besitz fluktuiert. Auch die Bedeutungszuschreibung für Besitz ist stark veränderlich. Geld für Kleinigkeiten ausgeben. Ausdruck zu Geld machen. Selbstwert von der Ausdrückbarkeit der eigenen Ideen abhängig. Hier sitzen auch die gut verdienenden, gesettelten Journalisten, Vertreter (Merkur steht für kleine Reisen).

Krebs oder Mond im zweiten Haus:

Frauen (Mütter) prägen den Eigenwert stark. Gefühle sind extrem wertvoll und werden abgesichert (gehütet). Kann nach außen darum sehr distanziert wirken, bei innerer höchster Beteiligung. Sich mit Gefühlen demonstrativ vor Grenzüberschreitungen schützen (Puffer-Konstellation). Eigene Grenzen sind phasenhaften Wechseln unterworfen. Passive Verteidigung. Manchmal Milchunverträglichkeiten („art-fremde“ Milch wird hier nicht unbedingt toleriert). Nimmt Geld so schnell ein, wie man es wieder ausgibt. Sehr starke Verwurzelung in der ursprünglichen Heimat. Sicherheit durch Bekanntes.

Löwe oder Sonne im zweiten Haus:

Macht mit Eigenkreationen Geld, will und muss originell sein oder wird als ewiges Kind versorgt. Selbstgefühl – je nach Ausprägung - dominiert oder schwächt die Herde. Grenzt sich instinktiv ab. Hat einen guten Riecher für finanzielle Ressourcen. Stellt Eigenwert intuitiv über den anderer. Verdient oft durch Zuarbeiter. Schützt das Subjektive. Wirkt häufig fixiert auf Stabilität, Eigentum und Selbstwert. Will finanziell bestimmen. Erkauft sich manchmal Freude. Isst gern auswärts. Hat regelrechten Spaß an Geld, ist manchmal ein beerbtes Kind.

Jungfrau oder Merkur im zweiten Haus:

Sehr vorsichtig, was die eigenen Grenzen angeht. Nie ganz sicher, wie weit Absicherung gehen darf. Tut dennoch oft unmittelbar aus dem Reflex das Richtige für die Sicherung. Wittert jede Schwachstelle in der Abgrenzung anderer. Mäkelt beim Essen. Entwurzelung durch Allergien. Selbstwert durch Dienstleistung oder im besten Sinne Heiligung von „Dienstbarkeit“. Fühlt sich angestellt sicher. Dabei kommt aber häufig das Eigene zu kurz. Finanziell manchmal sehr bescheiden.

Waage oder Venus im zweiten Haus:

Verteidigt sich geistig. Fühlt sich oft angegriffen, hält auch Aktionen gern für Re-Aktionen. Delegiert Geldgeschäfte. Empfänglich für Projektionen im Selbstwertbereich. Erfinderisch, was Strategien für finanziellen Wertezuwachs angeht. Plant viel, handelt weniger, fängt sich aber finanziell immer wieder. Oft finanziellen Nutzen durch enge Beziehungen. Aber auch „Feindschaften“ durch Geldthemen. Bewandert in allem, was die „Idee Geld“ angeht. Besitz als Schönheit. Schöne Dinge machen sicher. Manchmal Spekulanten. Nahrungsästheten.  

Skorpion oder Pluto im zweiten Haus:

Existenzielle Probleme um oder wegen Geld. Manchmal Erbstreitigkeiten. Große Wechselhaftigkeit über längere Zeiträume, die finanzielle Lage betreffend. Selbstwert stellt einen existenziellen Faktor dar. Armut macht manchmal Todesangst. Kann sehr reich werden (Mogul-Konstellation). Konzepte über Geld, schwört auf Systeme, auch hier daher manchmal Spekulationen. Finanzielle Ethik spielt eine große Rolle. Genetische Probleme kommen vor. Absicherung scheint keinen Wert darzustellen, obwohl sie sehr wichtig ist.

Schütze oder Jupiter im 2. Haus:

Gibt und nimmt gern und viel Geld. Hat sehr viel oder sehr wenig Besitz. Kennt bei Bedürfnis nach Selbstwert, Stabilität und Verwurzelung kein Maß. Stabilitätsgefühl nur durch „viel davon“:  Geld, Wissen oder ungewöhnliche Lebensumstände. Ist sehr großzügig und tolerant, solange Mittel existieren oder Selbstwert stabil bleibt. Finanzielle Visionen. Wertezuwachs (Selbst- und Fremdwerte) durch Religion, Ausland oder fremde Lebensbilder. Findet Sicherheit im Religiösen (seltener durch traditionelle Religionen) oder aus Büchern. Verdient gern durch Schreiben oder Lehren. Sicherheit durch Lehrer oder Bücher. Toleranz macht reich. Isst häufig viel, um Körperstabilität zu kreieren. Liebt exotisches, heißes Essen.

Steinbock oder Saturn im zweiten Haus:

Manchmal ehrgeizig oder geizig. Regelungen spielen bei finanziellen Verhältnissen eine große Rolle. Will durch Bestimmen verdienen. Muss Geldangelegenheiten strukturieren. Braucht immense Sicherheit. Verarmungsängste. Väterliche Linie dominiert Selbstwert. Oft lange Jahre sehr schwaches Selbstwertgefühl, was sich im Alter umkehrt. Ältere Männer überschreiten immer wieder eigene Grenzen. Später oft selbst äußerst deutlich in der Selbst-Abgrenzung, die einen lebenslangen Prozess darstellt. Anfällig für übergriffliche Institutionen (Schulden!). Kann sehr bescheiden leben und bei Strukturierung viel verdienen. Armutsphasen. Kommt mir wenig Nahrung aus. Formen am Tisch wichtig.

Wassermann oder Uranus im 2. Haus:

Unverwurzelt. Mutiert finanziell u.U. aus der Sippe. Verdient sein Geld mit exzentrischen Berufen oder Projekten. Head of groups. Altruistische Ideen werden zur Selbstabsicherung. Trennt sich immer wieder von Werten. Sehr plötzliche Kontoschwankungen. Selbstwert ist von Neuerungen abhängig. Will gesellschaftlich von Nutzen sein. Stabilisiert sich durch Distanz. Revolutionsgewinnler. Vogelperspektive schafft Werte. Bindungsabwehr zum Selbstschutz. Vorliebe für „fremdes Essen“ (isst gern international, sibitzt von fremden Tellern, mag nicht, wenn andere das tun).

Fische oder Neptun im 2. Haus:

Geld zerrinnt immer wieder zwischen den Fingern. Verdient bei spirituell äußerst „sauberer“ Intention sehr gut. Geheime Abmachungen schwächen. Wertlosigkeit der Werte. Bekommt Geld geschenkt oder verschenkt Geld. Macht Geld durch Transzendentes, durch Unterstützung anderer, durch „Verrücktes“ oder bei eigener Schwäche. Bei Lügen, Unklarheiten oder Selbstbetrug sinkt der Kontostand. Graduell hebt Spiritualität auch schwachen Selbstwert. Ist chronisch entgrenzt. Finanziell durchlässig (Eigentum ist Diebstahl). Tauscht nicht gern. Verbindung zur Sippe/Herde diffus, aber wichtig. Familiengeheimnisse oder unethisches Verhalten der Familie hinsichtlich Besitz. Verliert oder verdient Geld durch finanzielle Träume. Opfert finanziell. Nimmt nicht wahr, wenn gegessen wird, isst gern allein, unangepaßtes Essverhalten. Muss viel trinken. 

(sri - 26.1. – 14.30 h)

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Dienstag, 16. Juli 2019

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